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Ein Salafist in Deutschland

Salafisten auf dem Vormarsch Islamismus in Deutschland

Sie gilt als die am schnellsten wachsende Gruppe innerhalb des islamistischen Spektrums: Die Salafisten. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz gehörten hierzulande im Dezember 2017 rund 10.800 Menschen der salafistischen Szene an. Die Zahl hat sich innerhalb von nur drei Monaten um 500 Anhänger erhöht.

Für Behörden, Politik und Gesellschaft stellt diese Bewegung eine enorme Herausforderung dar. Denn Salafisten wollen letztlich einen islamischen Gottesstaat und schrecken mitunter nicht vor Gewalt zurück. Radikalen Gruppierungen sind dabei viele Mittel recht: Sie werben Experten zufolge gezielt um Minderjährige, Flüchtlinge oder psychisch Kranke.

Fast 1.000 Personen, darunter auch viele Frauen und Kinder, sind in den vergangenen Jahren nach Syrien und in den Irak gereist, um sich dem so genannten Islamischen Staat anzuschließen. Junge Männer haben sich als Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und sich an den Morden einer barbarischen Terrorgruppe beteiligt. Inzwischen warnen Experten und Behörden vor der Gefahr, die durch die Rückkehr hochradikalisierter Kämpfer und deren Familien nach Deutschland entstehen könnte.

Drohende Anschläge in Deutschland sollen von mehreren Sicherheitsbehörden vereitelt werden. Doch die Effizienz der Terrorabwehrzentren scheitert teils an bürokratischen Hürden. REPORT MAINZ hat die Entwicklung des Islamismus und Salafismus in Deutschland über Jahre mit vielen Beiträgen immer wieder kritisch begleitet.