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SENDETERMIN Di, 2.6.2015 | 21:55 Uhr | Das Erste

Problemgewehr G36 Hat Heckler & Koch die Bundeswehr hintergangen?

Im Januar 2011 wurde der damalige Staatssekretär Rüdiger Wolf im Bundesverteidigungsministerium über eine brisante Information unterrichtet, die dem Referat "Ermittlungen für Sonderfälle" vorlag. Ein Unbekannter hatte darin detailliert beschrieben, wie Heckler & Koch Mängel am G36 vertuscht habe. Die Firma soll die technische Abnahme des Gewehrs so manipuliert haben, dass eine mangelnde Präzision bei Hitze den Bundeswehrprüfern nicht auffiel.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil ermittelte wegen des Verdachts auf Betrug. Das Verfahren wurde aber bereits am 1. August 2011 wegen Verjährung wieder eingestellt. Kurz darauf schloss auch das Ministerium eine Untersuchung ab. Das Ergebnis war, dass kein Handlungsbedarf bestehe. Zu dieser Zeit wurde das Ministerium von Thomas de Maizière (CDU) geführt.

Jan van Aken (Linke) kritisiert, der Minister hätte die Anzeige "ernst nehmen" sollen und fordert deshalb den Rücktritt. Angnieszka Brugger, die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag empfiehlt Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), nun selbst Strafanzeige wegen des Verdachts auf Betrug gegen Heckler & Koch Verantwortliche zu stellen.

aus der Sendung vom

Di, 2.6.2015 | 21:55 Uhr

Das Erste

Bericht

Autoren:
Daniel Harrich, Thomas Reutter

Kamera:
André Schmidtke

Schnitt:
Michael Zeigermann

Sprecher:
Thomas Reutter