Bitte warten...

SENDETERMIN Di, 22.5.2018 | 21:45 Uhr | Das Erste

Bestechungsaffäre bei Heckler & Koch? Wurden politisch Verantwortliche für den Mexiko-Deal geschmiert?

REPORT MAINZ liegt ein interner Prüfbericht vor, den Heckler & Koch 2013 selbst in Auftrag gegeben hatte. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Konzernführung von Heckler & Koch 2010 versucht habe, Bundestagsabgeordnete zu bestechen, damit diese der Firma bei der Genehmigung von Waffen-Exporten nach Mexiko helfen.

 

Einem internen Prüfbericht zufolge soll der Konzern 2010 zwei mit Rüstungsthemen befasste Bundestagsabgeordnete der FDP jeweils 5.000 Euro angeboten und auf Konten der Partei überwiesen haben. Dem CDU-Kreisverband Rottweil habe der Konzern 10.000 Euro zukommen lassen. Prominentestes Mitglied ist dort der CDU-Fraktionschef im Bundestag, Volker Kauder. Drei Wochen nach der Überweisung an die CDU soll sich der Geschäftsführer mit der Bitte um Unterstützung für das Mexiko-Geschäft an Volker Kauder gewandt haben. Ob die Politiker im Sinne des Konzerns tätig geworden sind, ist derzeit noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte REPORT MAINZ gegenüber ein Ermittlungsverfahren gegen Manager des Konzerns. Das Verfahren sei aber vorläufig eingestellt. Man wolle erst den Ausgang des Prozesses gegen Heckler & Koch-Manager abwarten, der unlängst in Stuttgart begonnen hatte. Mehrere Manager von Heckler & Koch stehen wegen des Vorwurfes illegaler Kriegswaffenexporte vor Gericht.

Dem ehemaligen Geschäftsführer Peter Beyerle wird vorgeworfen, als Mitglied einer Bande in 12 Fällen Kriegswaffen ohne behördliche Genehmigung nach Mexiko ausgeführt zu haben. Bis Ende Oktober sind 25 Prozesstage geplant.