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SENDETERMIN Mi, 19.6.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

Auskunft verweigert Warum Politik und Unternehmen nicht über den Einsatz von Glyphosat informieren wollen

Unternehmen und Landwirtschaft spritzen jährlich tonnenweise das hochumstrittene Pflanzengift Glyphosat. Anlieger und Anwohner erfahren in der Regel nicht, wann und wo das Mittel angewendet wird – und fordern Transparenz.

 

Die Deutsche Bahn etwa nutzt das Gift, um Pflanzen auf den Gleisen abzutöten und einen sicheren Bahnverkehr zu ermöglichen. Alleine 2017 versprühte der Konzern nach eigenen Angaben knapp 70 Tonnen Pflanzengift. Nach REPORT MAINZ-Recherchen werden Anlieger darüber nicht informiert, obwohl direkt an den Bahnlinien zehntausende Kleingärten liegen.

Mehrere Anlieger fordern im Interview mit dem Politikmagazin die Deutsche Bahn auf, sie über den Glyphosat-Einsatz zu informieren. Die zuständigen Landwirtschaftsministerien der Bundesländer teilten REPORT MAINZ mit, eine gesetzliche Informationspflicht gebe es nicht. Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast von den Grünen fordert die Regierung auf, eine solche Pflicht zu schaffen. Landwirte und Unternehmen müssten Anwohner informieren, wenn sie die Gifte einsetzen. "Der Mensch muss die Möglichkeit haben, sich zu schützen."

3:57 min | Mi, 19.6.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

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REPORT MAINZ fragt Renate Künast

Uli Neumann

REPORT MAINZ fragt Renate Künast von Bündnis 90/Die Grünen. Sie war Bundeslandwirtschaftsministerin von 2001 bis 2005. Sie sagt: "Da, wo Glyphosat eingesetzt wird, muss die Information da sein."

4:05 min | Mi, 19.6.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

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REPORT MAINZ fragt Peter Clausing

REPORT MAINZ fragt Peter Clausing vom Pestizid Aktions-Netzwerk. Seit Jahren beschäftigt sich der Toxikologe mit den Auswirkungen von Glyphosat. Er sagt: "Glyphosat ist überall zu finden."

aus der Sendung vom

Mi, 19.6.2019 | 5:00 Uhr

Das Erste

Bericht

Autor:
Ulrich Neumann, Philipp Reichert

Kamera:
Heiko Bokern, Rüdiger Kortz, André Schmidtke

Schnitt:
Eva-Maria Beck