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SENDETERMIN Di, 26.4.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

Ausgebeutet für die Reichsbahn Wie geht die Deutsche Bahn AG mit ihrer Vergangenheit um?

Nach der REPORT MAINZ-Berichterstattung über Zwangsarbeit bei der DDR-Reichsbahn hat die Deutsche Bahn AG das dunkle Kapitel ihrer Konzerngeschichte jetzt aufarbeiten lassen.

Es waren harte, gefährliche Arbeiten beim Gleisbau, in der Jochmontage oder bei der Reparatur und Verschrottung von Waggons. Tausende Gefangene mussten in der DDR-Diktatur Zwangsarbeit für die Reichsbahn leisten, darunter auch viele politische Häftlinge. REPORT MAINZ hatte 2014 exklusiv darüber berichtet und Schlagzeilen gemacht. Viele Zeitungen und Nachrichtenagenturen griffen die Recherche auf, auch die "tagesthemen" berichteten darüber.

Damals erklärte die Deutsche Bahn AG auf Anfrage, ihr lägen dazu keine Informationen vor. Doch unmittelbar nach der Berichterstattung von REPORT MAINZ gab es einen Sinneswandel: Bahnchef Rüdiger Grube machte das Thema zur Chefsache. Er entschuldigte sich bei den Opfern der Zwangsarbeit und ließ das dunkle Kapitel der Konzerngeschichte von Historikern aufarbeiten. Vor wenigen Tagen stellte er die Studie in Berlin vor. Die Untersuchung bestätigt die Berichterstattung von REPORT MAINZ in vollem Umfang.

Im Interview erklärt der Bahnchef sogar, der REPORT MAINZ-Bericht sei Auslöser gewesen, das Thema aufzuarbeiten: "Diese Frage von politischen Gefangenen in der DDR und ob diese politischen Gefangenen auch für die Reichsbahn gearbeitet haben, ist mir eigentlich durch Ihren Bericht erst richtig bewusst geworden, und ich bin durch Ihre Berichterstattung auch persönlich sensibilisiert worden", sagte Grube. "Es ist ja leider offensichtlich immer so, dass immer erst mal der Druck von außen an einen herangetragen werden muss, um dem Thema dann auch die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken, dafür sind wir Ihnen dankbar."

8:31 min | Di, 26.4.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

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