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SENDETERMIN Mo, 20.9.2010 | 21:45 Uhr | Das Erste

Ausbeutung im Warenlager Skandalöse Arbeitsbedingungen im Lebensmittelhandel

"Und das ist nicht irgendwo in Bangladesch, das ist in der Bundesrepublik Deutschland!" Die Gewerkschafterin Margret Mönig-Raane, stellvertretende Bundesvorsitzende von ver.di, ist empört. REPORT MAINZ zeigt ihr Recherchen zu Arbeitsbedingungen in Warenlagern großer Lebensmittelunternehmen.

EDEKA, REWE und NETTO haben oder hatten Verträge mit dem Personaldienstleister "headway logistics" aus Ergolding in Bayern. Dieser zahlt seinen Mitarbeitern, die in den Lagern eingesetzt werden, fast ausschließlich Akkordlohn. Ein Mitarbeiter berichtet, er habe in einem Monat nur 380 Euro verdient. In einem Internetvideo eines privaten Arbeitsvermittlers, der für "headway logistic" Lagerhelfer rekrutiert, heißt es: "Sie müssen auch grundsätzlich bereit sein, Wochenende, Feiertage, also quasi ständig und immer arbeiten zu können."