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SENDETERMIN Di, 8.8.2017 | 21:45 Uhr | Das Erste

Abschiebung von Flüchtlingen Neue Belastungen für Italien und Griechenland

Italien und Griechenland fordern mehr Solidarität von Europa, die anderen Länder sollen ihnen mehr Flüchtlinge abnehmen. Doch immer häufiger passiert das Gegenteil: Flüchtlinge werden in die beiden Länder zurückgeschoben.

Das so genannte Dublin-System ist schnell erklärt: Flüchtlinge müssen dort Asyl beantragen, wo sie zuerst die EU betreten haben. In vielen Fällen also Italien und Griechenland. Reisen die Flüchtlinge einfach weiter, können sie in diese Länder zurückgeführt werden. Und davon macht die Bundesregierung immer häufiger Gebrauch: Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden mehr Flüchtlinge nach Italien abgeschoben als im gesamten Vorjahr. Nun hat der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas im Interview mit REPORT MAINZ bestätigt: Auch Griechenland hat vor kurzem die ersten Dublin-Abschiebungen aus Deutschland genehmigt. Bislang waren solche Rückführungen aufgrund der schlechten Situation vor Ort seit 2011 ausgesetzt. Es handele sich noch "um wenige Fälle", einen "symbolischen Akt guten Willens". Denn der Druck aus Deutschland und anderen EU-Ländern ist hoch: Dublin soll unbedingt wieder funktionieren.