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Ein Polizeiauto

SENDETERMIN Mi, 10.5.2017 | 5:00 Uhr | Das Erste

09.05.2017: Verwischte Spuren im Fall Kiesewetter Waren islamistische Terroristen am Tatort?

Beim heimtückischen Mord an Michèle Kiesewetter und dem Mordversuch an Martin A. in Heilbronn vor 10 Jahren waren möglicherweise Islamisten oder deren Kontaktleute vor Ort. Das geht erstmals aus als geheim eingestuften Polizeiakten hervor, die stern und REPORT MAINZ zugespielt worden.

Bei den Akten handelt es sich um die Polizeimaßnahme 203. Das ist die Auswertung der am Tattag in Heilbronn erfassten Handydaten. Aus diesen hunderttausenden Daten wurden die Nummern selektiert, die um die Tatzeit in Heilbronn eingeloggt waren. Das Bundeskriminalamt schickt diesen Datensatz 2008 an Europol, die Strafverfolgungsbehörde der EU. Man will wissen, ob Handynummern darunter sind, die bereits polizeibekannt sind aus anderen Ermittlungen.

Europol wird fündig und meldet mehrere Dutzend sogenannte Kreuztreffer dem BKA. Diese führen in die islamistische Szene. Die vorliegenden Akten zeigen, dass eine weitere Auswertung unterblieben ist. Weder wurden die Inhaber der Handynummern ermittelt wurden, noch sie befragt. Experten kritisieren dieses Vorgehen scharf. Dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages sind diese Akten bislang vor enthalten worden.

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