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SENDETERMIN Di, 13.12.2011 | 21:45 Uhr | Das Erste

Nachgefragt 2011 Waffenlieferungen von Heckler und Koch nach Mexiko eingestellt

Im Jahr 2010 berichtete REPORT MAINZ über illegale Waffenlieferungen der deutschen Firma Heckler und Koch in Krisengebiete in Mexiko. Bereits im Jahr 2007 hatte die Bundesregierung Waffenlieferungen in die mexikanischen Unruheprovinzen strikt verboten. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Auch die Bundesregierung hat nach der Berichterstattung von REPORT MAINZ Konsequenzen gezogen. So darf Heckler und Koch keine Kriegswaffen mehr nach Mexiko liefern.


REPORT MAINZ berichtete am 13.12.2010

Mexikanische Polizeieinheiten sollen unter Verletzung der Export-Grundsätze der Bundesregierung mit deutschen G36-Sturmgewehren ausgerüstet worden sein. Das geht aus aktuellen Aufnahmen hervor.

Nach Aussagen eines ehemaligen hochrangigen Mitarbeiters von Heckler & Koch soll der Rüstungskonzern die Waffen illegal geliefert und einen Chef der staatlichen mexikanischen Beschaffungsstelle bestochen haben. Noch 2008 soll Heckler & Koch verbotenerweise mexikanische Polizisten am G36 ausgebildet haben. Heckler & Koch streitet eine illegale Schulung ab, räumt aber eine "Präsentation des Waffensystems G36 für mögliche spätere Lieferungen" ein. In einer Stellungnahme bestreitet der Konzern, illegal gehandelt zu haben.

Amnesty International sowie Bundespolitiker verschiedener Parteien nehmen die REPORT MAINZ-Recherchen zum Anlass, Konsequenzen bei zukünftigen Rüstungsexportanträgen der Firma Heckler & Koch zu fordern.