Bitte warten...

Nachgefragt Krankheitskeime auf Geflügelfleisch

Bundesregierung will Antibiotika in der Geflügelmast drastisch einschränken

Geflügelfleisch auf dem Schneidebrett

Wissenschaftler schlagen Alarm

REPORT MAINZ berichtete am 20.09.2011

Wissenschaftler, wie der Mikrobiologe Prof. Wolfgang Witte vom Robert-Koch Institut, warnen vor MRSA-Keimen. Mit diesen Eiterkeimen, gegen die viele Antibiotika nicht wirken, infizieren sich immer mehr Hühner und Puten. Jetzt konnten Wissenschaftler nachweisen, dass der Krankheitskeim auch in Puten- und Hühnerfleisch sowie dem Auftauwasser von Tiefkühlhähnchen steckt. Über das Fleisch bestehe für jeden die Gefahr, sich mit dem Keim zu infizieren. Als Grund für die Ausbreitung des Erregers gilt der zu hohe und falsche Einsatz von Antibiotika in der Mast.

Die Politik verspricht seit Jahren dagegen vorzugehen, doch bisher gibt es nicht einmal verlässliche Zahlen über die Menge der verabreichten Antibiotika. Deshalb fordern einige Landwirtschaftsminister, wie zum Beispiel der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Die Grünen) eine Bundesverordnung zur Erfassung der Antibiotikaströme. Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner lehnt dies ab und erklärt, dafür seien die Länder zuständig.

6:51 min | Di, 20.9.2011 | 21:45 Uhr | Das Erste

Mehr Info

Gefährliches Geflügel

Wissenschaftler vom Robert Koch Institut warnen vor antibiotikaresistenten Eiterkeime (MRSA) auf Geflügelfleisch. Wenn der Keim in den Köper eindringt, kann es zu schweren Infektionen bis hin zum Tod kommen.