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Nachgefragt am 22.03.2011 Brüderle will Rahmenbedingungen für Nordsee-Stromkabel prüfen

Petition für sauberen Strom aus Norwegen

Report Mainz berichtete am 20.9.2010

Norwegen hat das Wasserkraft-Potenzial um den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken zu ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen - das Projekt NorGer. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen. Doch den Investoren fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium sieht allerdings "keinen Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NorGer durch die Bundesregierung blockiert.

Nachgefragt am 22.03.2011

Auf Anfragen mehrerer Bundestagsabgeordneter hat das Bundeswirtschaftsministerium geantwortet, dass das umstrittene Thema „Kraftwerks-Netzanschluss-Verordnung (KraftNAV)“ geprüft werde. NorGer erklärt dazu REPORT MAINZ gegenüber: „Wichtig wäre eine Regelung, die auch für mögliche weitere Kabel-Investoren Verlässlichkeit bietet.“ Am 25. Januar legen Bürger die Petition „Energiewirtschaft – ‚Seekabel‘ als Bestandteil alternativer Stromversorgung“ beim Deutschen Bundestag ein. Der Text der Petition lautet: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das von Norwegen angebotene "Seekabel" als Bestandteil alternativer Stromversorgung in die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) aufzunehmen und den Begriffen „Netz“ und „Kraftwerk“ gleichzustellen. Dieser Strom wird durch Wasserkraft erzeugt und ist zuverlässig abrufbar. Überschüssiger deutscher Strom wird in Norwegen gespeichert und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt, was den stufenweisen Ausstieg aus der Stromgewinnung mit Kernspaltung bedeutet.“ 19.997 Personen haben die Petition mit unterzeichnet. Seit 17. März befindet sie sich in der Parlamentarischen Prüfung.

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Brüderle will Rahmenbedingungen für Nordsee-Stromkabel prüfen

20.000 Menschen haben sich mit einer Petition für sauberen Strom aus Norwegen stark gemacht. Sie fordern vom deutschen Gesetzgeber, die rechtlichen Voraussetzungen für den Kabelanschluss zu schaffen. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft nun eine Änderung der "Kraftwerks-Netzanschluss-Verordnung (KraftNAV)".

6:26 min | Mo, 20.9.2010 | 21:45 Uhr | Das Erste

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Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert

Norwegen könnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europäische Atomkraftwerke ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, das Projekt NORGER. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen. Doch es fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Für das zuständige Bundeswirtschaftsministerium besteht "kein Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NORGER durch die Bundesregierung blockiert.

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