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Nach REPORT MAINZ-Bericht: Piusbruderschaft Deutschland sagt Vorträge von Rechtsextremist Marinovic  ab

Mainz. Die Piusbruderschaft Deutschland hat Vortragsveranstaltungen mit dem österreichischen Rechtsextremisten Dr. Walter Marinovic abgesagt. Das berichtet der Schweizer „Katholische Mediendienst“. Damit reagiert die erzkonservative Gruppierung auf einen Beitrag von REPORT MAINZ am  19. April 2010. Das ARD-Politikmagazin hatte aufgedeckt, dass  Marinovic, der unter anderem Kontakte in die deutsche Neonazi-Szene hat, mindestens zwei Vorträge unter dem Titel „Überfremdung und Islamisierung Europas“ bei der Piusbruderschaft halten sollte - unter anderem am Sitz der Deutschlandzentrale in Stuttgart. 

Nach dem Bericht des „Katholischen Mediendienstes“ bezeichnet das Generalhaus der Piusbruderschaft im schweizerischen Menzingen, also die weltweite Zentrale der Piusbrüder,  den Vorfall als „peinliche Panne“. „Natürlich ist es nicht opportun, einen Referenten wie Walter Marinovic zu einem Vortrag einzuladen“ wird Pater Pfluger, erster Assistent und Generalvikar der Bruderschaft, in Menzingen zitiert. 

Der für Deutschland zuständige Distriktobere Pater Franz Schmidberger soll die Einladung Marinovics unter anderem damit gerechtfertigt haben, dass die Nähe des Redners zur rechten Szene nicht bekannt gewesen sei. Nach Recherchen von REPORT MAINZ ist Marinovic bereits in der Vergangenheit bei der Piusbruderschaft aufgetreten und hat nachweislich an mindestens einer  Schule der Piusbruderschaft in Deutschland referiert.