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SENDETERMIN Di, 23.10.2012 | 21:45 Uhr | Das Erste

Online exklusiv Schweine für den Müllcontainer

59 Millionen Schweine werden in Deutschland pro Jahr gezüchtet, gemästet und geschlachtet. Die Preise waren gemessen an den Einkommen noch nie so niedrig wie heute. Die Gründe: die Produktionsbedingungen auf den Bauernhöfen waren noch nie so hoch rationalisiert.

Trotz zuletzt gestiegener Futterpreise blieben die Fleischpreise stabil. Die Folgen für die Bauern: sie verdienen an einem Mastschwein nach der gesamten Zucht, also nach rund fünf Monaten gerade einmal fünf bis zehn Euro. Schweinemast lohnt sich nur noch en gros und auch, weil die Massentierhaltung massiv subventioniert wird.

Nach Berechnungen des BUND fließen weit mehr als eine Milliarde Euro an direkten oder indirekten Fördermitteln in diese agrar-industrielle Tierhaltung. Beim Verbraucher hat Fleisch folglich keinen Stellenwert. Sogar Salat ist inzwischen teurer als Fleisch mit der Konsequenz, dass rund 30 Prozent des so produzierten Schweinefleischs letztlich im Müll landet.