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Instrument von George Harrison unterm Hammer Promi-Gitarre statt Aktien oder Eigenheim

Ein berühmtes Musikinstrument suchte einen neuen Besitzer: Im Sommer 1963 spielte George Harrison einige Konzerte auf einer Maton Master Sound MS500, kurz bevor die Beatlemania richtig losging. Die berühmte Gitarre wurde jetzt für mehr als 300.000 Euro versteigert. Für wohlhabende Sammler sind solche Vintage-Gitarren mit prominenter Vergangenheit eine beliebte Wertanlage.

Auction of Eric Clapton's guitars and amps to benefit the Crossroads Center

Auktion verschiedener Gitarren von Eric Clapton für einen karitativen Anlass.

Alte elektrische Gitarren kosten und bringen richtig Geld – vor allem, wenn jemand Berühmtes mal dran gezupft hat. Die "Maton" von Ex-Beatle George Harrison kam beim "Gardiner Houlgate"-Auktionshaus im südenglischen Corsham unter den Hammer. Der erwartete Verkaufswert lag bei mehreren Hunderttausend Euro und wurde mit 280 000 Pfund (etwa 313 704 Euro) erreicht. Unter anderem im Liverpooler Cavern-Club hat Harrison das Instrument gespielt. Es war nur eine Ersatzgitarre, doch verrückten Beatles-Fans wird das ziemlich egal sein.

Mehr als eine Million für Claptons, Marleys oder Lennons Gitarre

Je berühmter der Gitarrenbesitzer, desto mehr Geld bringt sie: Alte Gitarren von Eric Clapton, Bob Marley und die des 1980 verstorbenen John Lennon, haben Preise weit über eine Million gebracht. Ihr Wert ist stabil, beziehungsweise steigt sogar noch.

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Wertvolle Gitarren

"Brownies", Replikas, Gesamtkunstwerke

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Gitarren vom Ex-Beatle kamen schon mal unter den Hammer, wie seine erste Gitarre mit einem geschätzten Wert von 300.000 Euro und seine Fender Stratocaster-Gitarre mit einem geschätzten Wert 38.000 Euro.

Gitarren vom Ex-Beatle kamen schon mal unter den Hammer, wie seine erste Gitarre mit einem geschätzten Wert von 300.000 Euro und seine Fender Stratocaster-Gitarre mit einem geschätzten Wert 38.000 Euro.

1999 ließ Eric Clapton 100 seiner Gitarren versteigern. Darunter auch die "Brownie": Die Fender Stratocaster aus dem Jahr 1956 wurde bei Christie's auf 80.000 bis 100.000 Dollar geschätzt. Der Erlös kam dem von ihm mitgegründeten "Crossroads"-Zentrum zur Behandlung von Drogenabhängigen auf Antigua (Karibik) zu Gute. Clapton ist bekennender Gitarrensammler ("Gitarren sind wie Frauen, man kann nicht genug davon haben").

Les Paul, Gitarrist und Entwickler der gleichnamigen "Les Paul"-Gitarre, bei einem Konzert in New York. Der Hersteller seines Instruments, die Firma Gibson, musste im Mai 2018 Insolvenz anmelden. Sollte Gibson tatsächlich vom Markt verschwinden, werden die alten Originalgitarren sicherlich noch wertvoller.

Das Angebot von alten Gitarren auf dem Markt wird immer kleiner, die Nachfrage steigt. Was macht also der schlaue Hersteller? Er bietet eine Replik an, also einen originalgetreuen Nachbau. 20.000 Euro kostet etwa die Replik einer Les-Paul-Custom-Gitarre des Musikers Peter Frampton - Kratzer und abgeplatzter Lack inklusive.

Mittlerweile werden Gitarren auch als Kunstobjekte angeboten, wie diese "Yamaha Pacifica"-Gitarre, die von Stones-Gitarrist Ronnie Wood bemalt wurde.

Oder die Gitarre ist selbst schon ein Gesamtkunstwerk, wie dieser einsaitige Bass von Jens Ritter aus dem pfälzischen Deidesheim. Seine Instrumente werden weltweit gespielt u.a. von George Benson oder Phil Lesh (The Grateful Dead). Seitdem ein Ritter-Bass den Weg ins Metropolitan Museum of Art in New York gefunden hat, gehören auch Kunstsammler zu seinen Kunden.

Prominente wie der Direktor des Zirkus Roncalli, Bernhard Paul, hat sich auf Beatles-Gitarren spezialisiert und lässt dafür klassische Anlagemodelle wie Aktienpakete links liegen: "Ich habe noch nie in meinem Leben Wertpapiere gekauft", sagt er. Stars wie "The Who"-Gitarrist Pete Townshend oder Johnny Depp sammeln leidenschaftlich Gitarren. Schauspieler Richard Gere hat seine Sammlung von über 100 Gitarren 2011 für über eine Million verkauft.

Jimi Hendrix und die weiße "Strat"

Eine der berühmtesten Gitarren der Welt wurde 1993 verkauft. Für die weiße Fender Stratocaster, mit der Jimi Hendrix in Woodstock gespielt hat, legte Microsoft-Mitbegründer Paul Allen 1,3 Millionen Dollar auf den Tisch.