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SENDETERMIN Do, 25.10.2012 | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen

Welche Metalle stecken im Handy?

Goldgrube Handy - Der SWR Odysso Recycling-Check

Wenn man sich heute ein neues Handy kauft, dann ahnt man meistens gar nicht, dass eine ganze Palette an Rohstoffen in diesem High-Tech-Gerät verbaut ist. Und man weiß wahrscheinlich noch weniger, welche Funktion sie erfüllen.

Kupfer und Gold sind in den Kontakten und Leitungen. Das Gold verhindert die Oxidation. Auch für die Schaltkreise des Mikroprozessors wird Gold benötigt. In den Kondensatoren steckt Tantal. Das ist ein Übergangsmetall und ein sehr seltenes Element auf unserer Erde. Das macht die Bauteile kleiner und steigert ihre Speicherkapazität.

Platin wird für stark belastete und korrosionsbeständige Kontakte benötigt. Im Display ist Indium enthalten: Es ist transparent, besitzt metallische Leitfähigkeit und ermöglicht eine leitfähige Beschichtung. Wolfram befindet sich im Vibrationsalarm des Handys.

Und das sind längst nicht alle wertvollen Bestandteile, für die sich ein Handyrecycling definitiv lohnt. Die Frage ist ja auch immer, wo diese Metalle herkommen und unter welchen Umständen sie gewonnen werden. Elektronikhersteller fangen gerade an, diesen Fragen nachzugehen...aber es sind leider nur einige wenige.





Übergangsmetalle

Der Name dieser Metalle wie Tantal, Chrom oder Kupfer begründet sich durch die Position im Periodensystem. Diese Übergangselemente zeichnen sich im Allgemeinen durch hohe Zugfestigkeiten, Dichten, Schmelzpunkte und Siedepunkte aus. Typische Eigenschaften sind, dass beispielsweise ihre Verbindungen mit anderen Elementen verschieden gefärbt sind. Die Übergangsmetalle sind ebenso fähig mit Sauerstoff verschiedene Verbindungen einzugehen, sie nehmen sehr viele verschiedene Oxidationszustände an. Beispielsweise gibt es Chrom in Verbindung mit Sauerstoff als Chromoxyd wie auch als Chromdioxyd.