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Schmähpreise verliehen 100.000 stimmen gegen Gazprom

Der russische Energiekonzern Gazprom sowie das US-amerikanische Textilunternehmen Gap sind die diesjährigen Gewinner der Schmähpreise Public Eye Awards. Den beiden Unternehmen wird ökologische Rücksichtslosigkeit bzw. Menschenverachtung vorgehalten.

Bau der Nordeuropäischen Gas Pipeline in Russland

Bau der Nordeuropäischen Gas-Pipeline in Russland

Diese beiden Auszeichnungen wurden von den Nichtregierungsorganisationen Greenpeace und Erklärung von Bern am Rand des Weltwirtschaftsforums in Davos vergeben. Gazprom erhält den Public Eye Award dafür, dass der russische Konzern seit Ende letzten Jahres als derzeit einzige Firma in der ökologisch empfindlichen Arktis nach Öl bohrt. Bei einer Onlineabstimmung bekam Gazprom rund ein Drittel der 280.000 Stimmen für den Preis als übelstes Unternehmen der Welt. Der US-Textilkonzern Gap erhält den Public Eye Award einer Jury dafür, dass er sich nicht wie die meisten europäischen Textilhersteller an einem rechtlich verbindlichen Abkommen beteiligt, dass Textilarbeiterinnen in Bangladesh schützen soll. Dem Abkommen war ein mörderischer Brand mit 1100 Toten in einer Textilfabrik in Bangladesh vorausgegangen.

Frauenarme in den Trümmern einer eingestürzten Textilfabrik in Bangladesh

Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh

Die Public Eye Awards werden seit 1999 am Rand des Weltwirtschaftsforums verliehen, um dieses kritisch zu begleiten.


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