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SENDETERMIN Do, 19.11.2015 | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen

Im Jahr 2525 Die Tagesschau der Zukunft

Vertrocknete Böden, Mückeninvasionen, steigende Meeresspiegel: Welche Meldungen könnten die Deutschen in 500 Jahren erwarten? Wir zappen uns durch die Nachrichten der Zukunft.

Wie sieht unsere Erde im Jahr 2525 aus? Kein Klimaexperte wagt eine verlässliche Prognose für diesen langen Zeitraum. Doch es herrscht Einigkeit darüber, dass sich die Erde aufheizt und es starke regionale Unterschiede geben wird. Jede Menge Zukunftsszenarien lassen uns erahnen, was möglich sein könnte. Wie wirken sich die schmelzenden Polkappen auf die Nordseeküste aus? Was löst der Starkregen im Winter im Südwesten Deutschlands aus? Und was die Dürre im Sommer? Welche extremen Wetterphänomene erwarten unsere Nachkommen? Unsere "Tagesschau 2525" mit plausiblen, aber - zugegeben - überspitzten Klimaszenarien.

Der Nachrichtenticker vom 25.08.2525

Sandstürme in Stuttgart

Stuttgart: In diesem Sommer sind die Sandstürme im Südwesten Deutschlands so verheerend wie noch nie zuvor gewesen. Deshalb empfehlen die Behörden in Stuttgart nur noch mit Mundschutz vor die Türe zu gehen. Die Staubwolken transportieren Schadstoffe wie Pestizide und Fäkalbakterien aber auch Krankheitserreger wie Viren sind in ihr zu finden, warnen die Experten. Grund für die vielen Sandstürme sind die trockenen Böden. So entstehen immer wieder Sandtornados auf der Filderebene. Hinzu kommen die durch die Dürre immer weiter anwachsenden Dünen auf der Schwäbischen Alb - seit diesem Sommer ist die Staub- und Sanddecke hier komplett geschlossenen.

Versunkene Bauwerke oder steigender Meeresspiegel

Hannover: Vor der Küste Hannovers haben die Sandaufschüttungen für die geplanten Museumsinseln begonnen. Auf künstlichen Atollen sollen berühmte Bauwerke wieder errichtet werden, die mit steigendem Meeresspiegel versunken sind. Als erstes soll die Hamburger Elbphilharmonie nachgebaut werden. Nach einer langen Bauphase war sie Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts ein Touristenmagnet.

Gestrandet in Köln oder ausgetrocknete Flüsse

Köln: Deutsche Schifffahrtsunternehmen sollen ihre Tankerwracks aus den ausgetrockneten Flussbetten entfernen. Dazu riefen heute die Wasser-und Schifffahrtsämter auf. Die maroden Tanks seien eine Gefahr für Menschen und Umwelt. Wegen anhaltender Dürre waren die Pegel deutscher Flüsse rasant gesunken. Die Flussbetten von Rhein, Main und Donau sind seit nunmehr fünf Jahren gebietsweise ausgetrocknet. In Deutschland liegen mehrere hundert Schiffwracks brach.

Schlamm statt Schnee oder Schnee von Morgen

Freiburg: Der Liftverband Hochschwarzwald hat eine positive Bilanz der Schlamm-Ski Saison 2524 gezogen. Rund 350 000 Menschen nutzen die Lifte der sieben Schlamm-Skigebiete. Damit sei die Umstellung von Schnee auf Schlamm erfolgreich gelungen, so ein Sprecher. Grund seien die starken und konstanten Regenfälle im Winter. Schnee fiel auf dem Feldberg zuletzt im Jahr 2080.

Raus aus der Hitze oder Überhitzte Städte

München: In mehreren deutschen Großstädten hat der Wohnungstausch von Altenheimbewohnern und Studenten begonnen. Bundesweit sollen rund 800 000 ältere Menschen aus den überhitzten Innenstädten in kühlere Randgebiete ziehen. Ihren Platz nehmen Studenten ein. Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Umzugsaktion angeordnet, nachdem zahlreiche alte Menschen an Hitzeschocks gestorben waren. 2526 sollen dann auch KiTas und Kindergärten umziehen.

Und zum Schluss: Das Wetter

Wettervorhersage

Aus dem Mittelmeerraum erreicht uns etwas kühlere Luft. In der Nacht angenehme 35 bis 38 Grad. Morgen in ganz Deutschland bis zu 49 Grad. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Sandstürmen und Tornados.
Die Aussichten: Ein Hoch sorgt für heiße Temperaturen. Im Süden bis zu 52 Grad. Vorsicht: Ab Donnerstag sind Hitzegewitter mit Hagelkörnern von bis zu zehn Zentimetern möglich.