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SENDETERMIN Do, 11.4.2013 | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen

Gesundheit So wirkt Alkohol im Körper

Für einen gesunden Menschen ist ein Glas Alkohol ab und zu keine allzu große Gesundheitsgefahr. Problematisch wird es, wenn der Griff zu Glas oder Flasche öfters passiert. Zu viel Alkohol schädigt Leber und Gehirn. Auch das Krebsrisiko steigt.

Der Alkohol geht direkt ins Blut und in die Zellen
An einem Bier gibt es nichts zu verdauen. Deswegen geht es direkt in den Dünndarm. Von da gelangt der Alkohol in die Blutbahnen. Das Blut bringt den Alkohol zu jeder Zelle des Körpers. Einmal eingedrungen verhindert der Alkohol die Aufnahme von Nährstoffen. Das ist nicht gut für die Zellen. Vor allem, wenn der Zustand länger andauert.

Comic: Ein mann steht in einer Bar am Tresen.

Trinken fördert trügerischen Tatendrang.

Nach weniger als einer Minute ist der Alkohol in der Leber. Die erkennt das Gift und wandelt die ersten Tropfen um. Blöd dabei ist, dass das Abbauprodukt noch giftiger ist als der Alkohol selbst. Im Gehirn verzerrt der Alkohol das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Dämpfung zugunsten der Dämpfung. Der Körper setzt die Glücksbotenstoffe Dopamin, Serotonin und Endorphin verstärkt frei. Der Trinker wird redselig oder strotzt vor Tatendrang.

Problematisch: regelmäßig mehr als ein großes Bier
Die Leber schafft nicht mehr als einen Drink pro Stunde. Alkohol und seine giftigen Abbauprodukten schädigen im ganzen Körper die Zellen. Die Folge: Entzündungen in Rachen und Magen. Außerdem schädigt ständige Trinkerei das Erbgut in den Zellen. Daraus resultiert ein erhöhtes Risiko für allerlei Krebsarten.

Die Leber produziert mit jedem Tropfen Alkohol, den sie entschärft, Fettzellen, die die funktionierenden Leberzellen ersetzen. Die Folge: Eine Fettleber, die immer schlechter funktioniert. Jedes Glas mehr bedeutet also mehr Gefahr für die Gesundheit.

Grafik von Gehirnzellen

Alkohol schädigt Gehirnzellen.

Durch den ständigen Rausch werden die Gehirnzellen nicht nur geschädigt - sie sterben auch ab. Es droht Verblödung. Auch die Leber quittiert langsam ihren Dienst. Ihre Zellen werden endgültig durch anhaltend starkes Trinken zerstört. Es droht die Leberzirrhose. Die ist unwiderruflich und bedeutet oft das Todesurteil.

Was passiert, wenn man aufhört zu trinken
Vielleicht ist es besser den Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz auf Alkohol zu verzichten. Doch wofür ist das gut? Mit etwas Glück kommt die alte körperliche Verfassung wieder. Die angetrunkene Fettleber regeneriert sich in der Regel schon in wenigen Wochen. Auch die Entzündungen klingen wieder ab, sofern der Lebenswandel brav und gesund bleibt. Zu schön, um wahr zu sein: Sünden ohne Reue. Das geht leider nicht. Eine Zeche bleibt zu zahlen: Das bis zur Enthaltsamkeit angetrunkene Krebsrisiko bleibt erhöht.


aus der Sendung vom

Do, 11.4.2013 | 22:00 Uhr

SWR Fernsehen

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Sendezeit

Donnerstags um 22.00 Uhr im SWR Fernsehen.