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SENDETERMIN Do, 19.3.2015 | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen

Lebensmittel Wasser Der Mensch - ein Wasserwesen

Wasser ist eine allmorgendliche Wohltat, doch wir machen uns kaum bewusst, wie sehr unser Leben am Wasser hängt.

Makroaufnahme eines Augen auf das ein Tropfen fällt

Wasser ist wichtig

Rund einen halben Liter Wasser atmen wir über den Tag aus. Denn mit jedem Atemzug verlieren wir eine kleine Menge dieser faszinierenden Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff. Über einen Liter Wasser verlieren wir täglich über die Haut, auch wenn wir nicht schwitzen. Deshalb sollte man kräftig nachgießen. Am besten gleich morgens. Denn auch im Laufe der Nacht verliert unser Körper bis zu zwei Liter Wasser, die wir uns am besten gleich morgens wieder zuführen sollten. Ein guter Richtwert sind ein bis zwei Gläser, damit der Körper nicht durstig in den Tag starten muss.

Das Wasser ist wichtig, etwa um Salze wie Natrium oder Kalium transportieren zu können, und es löst Stoffe wie Vitamine oder Zuckermoleküle. Nahezu alle Zellen des Körpers benötigen Wasser für den Stoffwechsel. Wasser ist auch der Grundbestandteil des Blutes. In ihm schwimmen die Blutzellen durch den Körper, wodurch der lebensnotwendige Sauerstoff bis in den letzten Winkel gelangt. Auch Nährstoffe werden über das Blut dorthin transportiert, wo sie gebraucht werden – zum Beispiel in die Muskeln.

Wasser ist ein Kühlmittel

Wenn wir uns körperlich anstrengen, ist Wasser ein unverzichtbares Kühlmittel. Dazu wandert es aus dem Blut in die Schweißdrüsen der Haut. Durch die Verdunstungskälte wird dann die Temperatur abgesenkt. Daher sollte man nach spätestens einer halben Stunde wieder nachfüllen, was der Körper durch Schwitzen verloren hat. Am besten in kleinen Portionen, denn der Mensch hat keinen "Wassertank" wie ein Kamel.

Höre auf den Durst

Generell gilt: auf das Durstgefühl des Körpers hören. Wer zu wenig trinkt, riskiert die Gesundheit. Wenn ein Mensch nur rund fünf Prozent seines Körpergewichts an Wasser verliert, ohne "nachzufüllen", droht eine Dehydrierung. Das Blut in den Gefäßen "dickt" ein, die Folge: Kopfschmerzen, Schwindel, und letztlich Ohnmacht. Vor allem ältere Menschen sollten daher regelmäßig und ganz bewusst trinken, denn im Alter arbeiten die Durst-Rezeptoren im Gehirn nicht mehr verlässlich: Trotz Wassermangel ist das Durstgefühl weniger ausgeprägt. Der Körper droht, zu viel Wasser zu verlieren. Ein Wasserverlust von nur 15 Prozent kann schon zum Verdursten führen.

Rund zweieinhalb Liter Flüssigkeit am Tag benötigen wir normalerweise. Fast die Hälfte davon nehmen wir über die Nahrung zu uns. Immerhin einen bis eineinhalb Liter am Tag sollten wir aber tatsächlich trinken. Der größte Teil der Flüssigkeit unseres Körpers gelangt dann letztlich in die Nieren. Rund 180 Liter Wasser filtern sie täglich. Dadurch wird das Blut von Abbauprodukten des Stoffwechsels und von überschüssigen Salzen gereinigt.

Wasser - unser Lebenselixier

Es dient zur Verdünnung des Blutes, als Transport- und Kühlmittel und hält die Chemie in unseren Zellen in Gang. Und nicht zu vergessen: Jeder Mensch ist in den ersten Monaten des Lebens ausschließlich von Wasser umgeben, dem Fruchtwasser, aus dem er übrigens zum ersten Mal trinkt. Ohne Wasser kein Leben.

aus der Sendung vom

Do, 19.3.2015 | 22:00 Uhr

SWR Fernsehen

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Sendezeit

Donnerstags um 22.00 Uhr im SWR Fernsehen.