René Magritte, Der Verrat der Bilder, 1928-29
  • René Magritte, Der Verrat der Bilder, 1928-29


  • Warum ist eine Pfeife keine Pfeife? Die Antwort gibt der Surrealismus. Er steht, wie der Name sagt, "über" der Realität oder besser: jenseits von ihr. Surreale Bildmotive sind - obwohl präzise gezeichnet - auf verwirrende Weise unwirklich. Sie stellen Dinge dar, die nicht zusammen gehören und spielen in Traumwelten.

    Die Stoßrichtung ist klar: Es geht gegen das abendländische rationale Denken, denn das hat der Welt gerade den ersten Weltkrieg beschert. Die Künstler wenden sich ab und loten stattdessen lieber die Tiefen des Unterbewusstseins aus. Kein Wunder also, dass etliche Surrealisten tief beeindruckt von Siegmund Freuds Psychoanalyse sind.

    Mit der Illusion spielt auch René Magrittes "Der Verrat der Bilder": Das Bild zeigt eindeutig eine Pfeife und verneint dies gleichzeitig mit der Aussage "Ceci n′est pas une pipe" (Dies ist keine Pfeife). Magritte meint damit, dass dies hier das Abbild einer Pfeife ist, und keine reale Pfeife, die man in den Mund stecken und rauchen kann.
flash Version