Caspar David Friedrich, Kreidefelsen auf Rügen, 1818/19
  • Caspar David Friedrich, Kreidefelsen auf Rügen, 1818/19

  • Professor Wünsches Tipp für die Interpretation: Am besten erstmal beschreiben, was man sieht. Enie sieht viel Meer, Bäume und unten am Rand drei Menschen: Eine Frau, die in die Tiefe blickt und sich am Baum festhält, damit sie nicht herunterrutscht. Einen Mann, der kühn am Hang steht und ins Meer schaut. Und einen Dritten, der auf der Erde liegt und sich an den Hang klammert. Er hat sogar Stock und den Hut zur Seite gelegt, damit sie nicht herunterfallen. "Der ist nicht ganz schwindelfrei, er muss sich so vortasten", meint Professor Wünsche.

    Auf dem Meer sieht man zwei Segelboote. Außerdem fällt Enie auf, das "alles so ein bisschen rund ist. Man hat fast den Eindruck, man guckt durch ein Loch aufs Meer, wie durch ein Fernrohr." Das war prima, lobt Wünsche seine Schülerin, aber jetzt kommt das Wichtige: Was will der Maler uns mit diesem Bild sagen?

    Enie rekapituliert: Die Menschen erscheinen nur am Rand, sie sind klein, fallen farblich zwischen den Bäumen kaum auf. Die Natur dagegen ist "mächtig, gewaltig und sehr schön. Man hat Respekt vor ihr." Und kombiniert als Botschaft: Der Mensch ist der Natur untergeordnet.

    Und auch die drei weiteren Fragen von Professor Wünsche hat Enie schnell beantwortet:
    Die Gattung: Landschaftsbild
    Die Epoche: Romantik - "da es so viel Natur hat und man so sehnsüchtig aufs Meer schaut"
    Die Technik: Ölgemälde
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