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SENDETERMIN Sa, 13.1.2018 | 21:50 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 8 Jagen

Im Kampf ums Überleben haben sich im Laufe der Evolution einzigartige Jagd- und Fangtechniken entwickelt. Dabei haben Tiere ihr Jagdverhalten perfekt an ihre Umwelt angepasst. Ob im Meer, an Land oder unter der Erde.

Besonderes Jagdverhalten - Delfine vor der Nordamerikanischen Küste

Vor der Süd-Ost Küste der USA haben die dort lebenden Delfine eine weltweit einmalige Fangtechnik entwickelt – sie treiben ihre Beute bei Ebbe an Land. Zuerst treibt ein Teil der Jagdgruppe den Fischschwarm bei Ebbe zusammen in eine Bucht. Dann schneidet ihnen eine andere Gruppe den Fluchtweg ab. Der Fischwarm ist jetzt vor der Bucht eingekesselt und hat keine Chance mehr zu entkommen. Gemeinsam erzeugen die Delfine eine druckvolle Welle. Die Beute wird an Land gespült und auch die Delfine schlängeln sich an den Strand um Ihre Beute zu fressen. Diese ungewöhnliche Jagdtechnik ist auch für die Säugetiere gefährlich, denn sollten sie sich zu weit aus dem Wasser wagen, kann es passieren, dass sie nicht mehr zurückkommen und am Strand verenden.

Afrikanische Wildhunde

Afrikanische Wildhunde gehören zu den effektivsten Jägern an Land. Die stark gefährdete Art lebt im Rudel und ist hauptsächlich in der afrikanischen Savanne angesiedelt. Bis auf die kranken oder Jungtiere geht das gesamte Rudel zweimal täglich auf die Jagd, denn sie ernähren sich ausschließlich von frischem Fleisch. Teamgeist, extreme Ausdauer und hohe Geschwindigkeit machen mehr als 80% ihrer Jagden erfolgreich. Hauptbeute sind Antilopen, aber auch Hasen und Nager werden nicht verschmäht. Auf der Suche nach Frischfleisch hetzen sie ihr Opfer über mehrere Kilometer in höchster Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h. Selbst ausdauernde Läufer haben so gegen die Wildhunde keine Chance, denn bei ihrer Hetzjagd wechseln sich die Jäger untereinander ab, bis das Opfer erschöpft ist. Nur das Leittier darf dann die Beute schlagen.

Maulwürfe

Bei der Jagd unter der Erde sind andere ganz besondere Fähigkeiten gefragt. Da der Fleischfresser schlecht sieht, sind es die hochsensiblen Tastorgane in der Nasespitze und sein ausgeprägter Geruchssinn, die ihn in der Dunkelheit unter der Erde zu einem perfekten Jäger machen. Mit den Tastorganen spürt er feinste Vibrationen, selbst von entfernt kriechenden Würmern und Insekten. So kann er seine Beute perfekt lokalisieren. Einmal geortet, ist die Flucht sinnlos. Mit jeder weiteren Bewegung verrät das Opfer dem Jäger seine genaue Position.

Basstölpel

Der Basstölpel jagt als so genannte Stosstaucher seine Beute unter Wasser, hauptsächlich Heringe und Makrelen. Der Vogel stößt aus bis zu 50m Höhe mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser und kann so auch mehrere Meter tief schwimmende Fische fangen. Basstölpel jagen gern in Gruppen und legen hunderte von Kilometern zurück, bis sie ein passendes Jagdrevier gefunden haben. In Deutschland sind Basstölpel zum Beispiel auf Helgoland zu finden.

aus der Sendung vom

Sa, 13.1.2018 | 21:50 Uhr

SWR Fernsehen

Mann schaut auf Testbild

Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)