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SENDETERMIN So, 22.1.2017 | 13:00 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 5 China: Kampf gegen den Smog – Eine Ranga Expedition

China - ein Land der Superlative, das vor allem in Mega-Cities lebt, extrem viel Energie benötigt und verbraucht. China hat in seiner wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren rasante Schritte gemacht und zahlt derzeit einen sehr hohen Preis dafür: 90 Prozent der 190 Städte in China leiden unter starker Luftverschmutzung. Somit ist China mittlerweile weltweit größter Emittent von Treibhausgasen.



Ranga Yogeshwar war für „Die große Show der Naturwunder“ in China unterwegs und hat die dicke Luft im Reich der Mitte mal genauer unter die Lupe genommen.

Der Wissenschaftsjournalist ging dabei der Frage nach, wie es sich tatsächlich in Chinas Millionenmetropolen mit dem Smog leben lässt und zeigt auf, wie das Land begonnen hat, Dinge zu ändern und das Problem aktiv anzupacken. Dafür reiste er nach Chongqing, der größten Stadt der Welt. Sie wird auch Stadt des Nebels genannt, da sie 300 Tage im Jahr unter der grauen Dunstglocke des Smogs liegt.

Hier traf er seinen guten Freund Hans Georg Esch. Der Architekturfotograf hält mit seinen beeindruckenden Bildern seit Jahren den Wandel dieser boomenden riesen Metropole fest. Chongqing ist mittlerweile fast so groß wie Österreich, hat aber statt 8 Millionen, 35 Millionen manchen Tagen in vollkommenen Nebel ein. Dabei erreicht die Feinstaubkonzentration besorgniserregende Werte.

Die Luft verändert das Leben und bestimmt den Alltag. Rausgehen - "an die frische Luft" gehört hier nicht zur Normalität. Stattdessen richten die Bewohner den Tagesablauf nach den Feinstaubwerten aus. Eine APP zeigt an, ob man raus gehen kann oder nicht. Hier in Chonging liegt der Durchschnittswert bei 70 μg/m3 in der EU sind grade mal 25 μg/m3 erlaubt. Sport treibt man am besten, wenn es regnet. Denn nur wenn es regnet, wird die Luft für kurze Zeit geklärt.

Ranga Yogeshwar reiste weiter nach Chengdu. Hier traf er auf deutsche Familien, die in der Stadt leben und konnte mit ihnen über den Umgang mit der schlechten Luft und die Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder sprechen.

Umso schlechter die Luft wird, umso mehr Menschen verlassen das Land. Aufgrund der schlechten Luftverhältnisse haben 71% der europäischen Firmen ein großes Problem Mitarbeiter nach China zu bekommen und natürlich steigt auch bei den Chinesen der Unmut über den Smog.

Die Regierung hat das Problem erkannt und erste Programme für ein grüneres China ins Leben gerufen. Und so wächst langsam auch das Umweltbewusstsein der Bewohner. Der Riese aus dem Reich der Mitte fängt erst an sich für den Kampf gegen den Smog zu wappnen.

aus der Sendung vom

So, 22.1.2017 | 13:00 Uhr

SWR Fernsehen

Mann schaut auf Testbild

Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)