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SENDETERMIN Sa, 13.1.2018 | 21:50 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 4 Migräne bei Kindern

Sie zählt zu den Volkskrankheiten: die Migräne. Frauen leider unter ihr häufiger als Männer. Jede fünfte Frau hat in ihrem Leben schon mindestens einmal eine Migräneattacke erlebt. Aber auch Kinder bleiben nicht verschont. Das deutsche Kinderschmerzzentrum in Datteln hat sich auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen spezialisiert.

Für „Die große Show der Naturwunder“ hat sich Andrea Kiewel nach Datteln begeben, um zusammen mit den Schmerzexperten und betroffenen Kindern zu lernen, was Migräne verursacht und wie man ihr begegnen kann.

Spannungskopfschmerz oder Migräne

Es gab Stress, der Tag war lang, der Kopf schmerzt. Spannungskopfschmerzen kennt fast jeder. Sie bauen sich langsam auf und lassen sich zum Beispiel durch Bewegung/Sport wieder mindern. Die Migräne dagegen kommt meist schlagartig, oder kündigt sich durch gleißendes Licht, Zickzacklinien oder ähnliche Visionen an- der sogenannten Aura. Der Schmerz ist oft ein Einseitiger, wird begleitet von Übelkeit, Erbrechen, einer extremen Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Jede Bewegung verstärkt die Symptome. Man kann wenig dagegen machen, zumal die Veranlagung vererbbar ist. Nur Ruhe hilft und bleibt der Schmerz trotzdem – Schmerzmittel.

Jeder Schmerz ist anders

Ausgelöst wird die Migräne durch sogenannte Trigger. Dazu zählen jegliche Formen des Stress, aber auch exzessive Handynutzung, Computerspiele und Fernsehen. Doch jeder Schmerz ist anders und kann viele Ursachen haben. Nur durch die genaue Befragung des Kindes und im Zweifelsfall mit einem bildliefernden Verfahren- wie zum Beispiel der Kernspintomographie - lässt sich ausschließen, dass Entzündungen oder Tumore den Schmerz verursachen.

Schmerz beeinflusst das Gedächtnis

Ein weiteres Hilfsmittel ist der sogenannte QST –Test, den auch Andrea Kiewel durchläuft. Dieser Schmerz-Empfindlichkeitstest zeigt, ob die Schmerzschwelle sich abgesenkt hat, und ob das Gehirn bereits ein Schmerzgedächtnis entwickelt hat. Der Ablauf beim diesem Test ist standardisiert. Jeder Schritt und auch der Wortlaut der Fragen müssen exakt eingehalten werden. Nur so ist später eine wissenschaftliche Diagnose möglich.

Biofeedback mindert Migräneattacken

Ein bekannter Effekt bei Migräne-Attacken ist, dass sich bei vielen der Betroffenen die Arterie an der Schläfe kurz vor der Migräne-Attacke verengt und dann schlagartig wieder weitet. Wer dieses Symptom rechtezeitig erkennt, kann mit Hilfe eines Biosfeedbacktrainings Migräneattacken abwenden. Das Biofeedback basiert auf der Erkenntnis, dass der Mensch jede biologische Funktion, die er wahrnimmt, auch mit der Kraft seiner Gedanken beeinflussen kann. Doch dazu bedarf es viel Übung, Geduld und einem guten Trainer.

aus der Sendung vom

Sa, 13.1.2018 | 21:50 Uhr

SWR Fernsehen

Mann schaut auf Testbild

Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)