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SENDETERMIN So, 22.1.2017 | 13:00 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 3 Das Angst-Experiment

Freude, Ärger, Ekel, Traurigkeit, Gelassenheit, Überraschung, Kummer, Wut, Vertrauen, Stolz, Scham, Eifersucht, Liebe…! Unsere Gefühle sind ein fester Bestandteil unseres Lebens.

Doch bei keinem anderen Gefühl ist unsere Körperreaktion so stark, wie bei der Angst! Sind sprichwörtliche Sätze wie: „mir läuft es eiskalt den Rücken runter - mir zittern die Knie - mir stehen die Haare zu Berge - mein Herz rast“ einfach aus der Luft gegriffen, oder sind sie Fakt wenn wir Angst spüren? Was passiert mit uns, wenn wir Angst haben? Wie reagiert unser Körper?

Stephanie Stumph hatte den Mut, sich für „Die große Show der Naturwunder“ der wohl stärksten Emotion überhaupt zu stellen – der Angst.

Ganz allein musste sie einen unheimlichen Parcours bewältigen. In der Dunkelheit eines Waldes, wurde sie in schockreiche Angst-Situationen versetzt, die ihren Nerven alles abverlangten und sie an ihre emotionalen Grenzen brachten. Doch Stephanie Stumph konnte ihre Angst bezwingen. Für das Experiment wurde Stephanie mit einem tragbaren Biofeedbackgerät ausgestattet, dass ihre Atemfrequenz, Muskelspannung, Puls und Schweißdrüsenaktivität – den sogenannten Hautleitwert aufzeichnete.

Angstforscher Prof. Dr. Borwin Bandelow überwachte Stephanie bei ihrem Gang durch die schaurige Dunkelheit und analysierte ihre körperlichen Reaktionen in den Schockmomenten. Was sagt uns Stephanies Körper über Angst?


Neben Stephanies Reaktionen wie Herzrasen, heftigen Muskelverspannungen im Nacken und Rückenbereich, sowie zu schneller, heftiger Atmung, wollte „Die große Show der Naturwunder“ herausfinden, ob es Angstschweiß wirklich gibt!

Und tatsächlich: Bei der abschließenden Analyse des Biofeedbackgerätes, konnte Prof. Dr. Bandelow bei Stephanie eindeutig das Auftreten von Angstschweiß belegen. Angstschweiß kann man durch den Hautleitwert messen. Stephanie wurden zwei Elektroden an der Handkante angebracht, die auf Wasser bzw. Schweiß reagieren und es leiten. Der Widerstand der Hautoberfläche wird bei Schweißbildung geringer. Die Aufzeichnungen der Elektroden haben gezeigt, das sich innerhalb kürzester Zeit nach dem Schock, Schweiß auf der Haut bildet.

Angstschweiß ist also kein Mythos! Unser Körper reagiert in Millisekunden auf einen Angst-Schock und bildet Schweiß. Die ist eine instinktive Schutzreaktion des Körpers, die in wirklich gefährlichen Situationen durchaus Sinn ergibt: Unser Organismus weiß: Eine mögliche Flucht wird Anstrengung und viel Bewegung bedeuten. Durch angstbedingte Schweißausbrüche wird der Körper so schon mal vorgekühlt, damit er bei der Flucht oder im Kampf, nicht überhitzt.

aus der Sendung vom

So, 22.1.2017 | 13:00 Uhr

SWR Fernsehen

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Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)