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SENDETERMIN Sa, 17.3.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 2 Faszination Fliegen

Die Insekten waren die Flugpioniere unter den Lebewesen. Schon vor über 300 Millionen Jahren eroberten sie den Luftraum und beherrschten ihn dann gut 150 Millionen Jahre lang unangefochten. Erst danach mussten sie ihn mit Echsen, Vögeln und schließlich Fledermäusen teilen. Zu den "Veteranen" der biologischen Luftfahrt gehören die Libellen. Sie praktizierten als erste Lebewesen den Beutefang in der Luft - seit fast 200 Millionen Jahren schnappen sie sich ihre Opfer im Flug. Libellen manövrieren äußerst präzise und können beide Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen. So erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h oder können selbst bei Wind auf der Stelle schweben.

Fregattvögelsegeln Hunderte Kilometer durch die Luft – wochenlang, ohne Pause. Dabei können die Tiere sogar schlafen – bis zu 45 Minuten pro Tag. Meist halten die Vögel dabei ein Auge offen. Denn eine Gehirnhälfte bleibt aktiv. Die Fregattvögel halten ein Auge offen, um einen Zusammenstoß mit anderen Vögeln zu verhindern.

Der schwerste Flieger: Die Riesen- oder Koritrappe ist die größte der 22 bekannten Trappenarten. Männliche Riesentrappen, die bedeutend größer werden als die Weibchen, erreichen eine Standhöhe von 120 bis 130 cm und können ein Körpergewicht von nahezu 19 kg erzielen. Somit zählen die Riesentrappen zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Riesentrappen sind durchaus gute und ausdauernde Flieger, die sich jedoch vornehmlich auf dem Boden aufhalten. Als gute Läufer bringen sich die Trappen rechtzeitig in Sicherheit, um nicht auffliegen zu müssen. Nur bei äußerster Gefahr tritt die Koritrappe die Flucht im Fluge an.

Der Wanderalbatros verfügt mit bis zu dreieinhalb Meter Spannweite über die längsten in der Natur vorkommenden Flügel. Sein Körper bildet einen gespannten Bogen, der, nur vom Wind getrieben, durch den Himmel schnellt. Albatrosse fliegen mitunter bis zu 15 000 Kilometer weit, um ihrem Küken eine einzige Mahlzeit zu liefern. Sie können mehrere Hundert Kilometer gleiten, ohne einmal mit den Flügeln zu schlagen.

Wir Menschen können vom Fliegen bislang nur träumen. Doch jetzt haben Wissenschaftler der Kunsthochschule Zürich ein Gerät entwickelt, das zumindest das Gefühl des Fliegens auf seinen Benutzer überträgt. „Birdly“ vermittelt ein immersives Ganzkörpererlebnis über und zwischen den Wolkenkratzern Manhattans und wird voraussichtlich Teil des neuen bayrischen Naturkundemuseums „biotopia“ sein, das wahrscheinlich 2023 eröffnet werden soll.

aus der Sendung vom

Sa, 17.3.2018 | 20:15 Uhr

SWR Fernsehen

Mann schaut auf Testbild

Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)