Bitte warten...

SENDETERMIN So, 12.3.2017 | 13:00 Uhr | SWR Fernsehen

Thema 6 Kleine und große Blitze – in der Natur und im Studio

„Die große Show der Naturwunder“ präsentierte ein faszinierendes, aber zugleich gefährliches Naturphänomen: Blitze. Nicht ohne Grund ängstigen sich viele Menschen vor den hellen Entladungen im Himmel, die Spannung liegt hier schließlich bei mehreren Millionen Volt. Ranga Yogeshwar ging dieses Mal auf einen spannenden Aspekt der Blitzforschung ein und wagte im Anschluss ein spannendes Blitzexperiment.

In der „großen Show der Naturwunder“ zeigte Ranga Yogeshwar beeindruckende Bilder von Blitzen, die in der Asche von Vulkanen bei einem Ausbruch entstehen. Denn: Wenn Magma aufsteigt, dehnen sich Gase aus, zerfetzen das flüssige Gestein und schleudern diese als Aschepartikel heraus. Dabei wird die Asche elektrostatisch aufgeladen. Sie steigt dann auf und wird durch Turbulenzen innerhalb der Wolke getrennt: das elektrische Potential wird dabei so groß, dass es sich in einem Blitz entlädt – Vulkanblitze entstehen.

Deutsche Forscher haben solche Blitze nun erstmals im Labor simuliert und dabei festgestellt: je feiner die Asche ist, desto mehr Blitze entstehen. Denn: Feine Partikel halten sich länger in der Atmosphäre und werden vom Wind über große Distanzen getragen. Der Flugverkehr wird also stärker und über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt. Die Erkenntnis der Forscher könnte die Vorhersagen über die Ausmaße solcher Aschewolken bei Vulkanausbrüchen in Zukunft präzisieren.

Von den faszinierenden Vulkanblitzen aus der Natur kam Ranga Yogeshwar in der Show zu einem spannenden Experiment: Mit einer Tesla-Spule konnte er im Studio Blitze erzeugen, dabei wurde eine elektrische Spannung von über einer halben Million Volt erreicht. Aus Sicherheitsgründen trug Ranga einen Kettenanzug – als sogenannten faradayschen Käfig. Dies ist eine allseitig geschlossene Hülle aus einem elektrischen Leiter, die als Abschirmung wirkt – wie zum Beispiel auch Autos, Züge oder Flugzeuge.

Zusätzlich hielt Ranga Yogeshwar nacheinander Gegenstände an die erzeugten Blitze der Tesla-Spule: eine Leuchtstoffröhre, ein Kunststoffpaddel und einen Skistock aus Carbon. Wie stark die Spannung in der Luft war, sah man schon an der Leuchtstoffröhre – die musste Ranga nur in die Nähe der Teslaspule bringen und schon zog sie den Blitz an und fing an zu leuchten. Auch der Carbon-Stock fing den Blitz der Spule sofort ein. Das Kunststoffpaddel hingegen zog die Blitze des künstlichen Gewitters nicht an.

aus der Sendung vom

So, 12.3.2017 | 13:00 Uhr

SWR Fernsehen

Mann schaut auf Testbild

Sendetermine

19. Mai 2018, 20:15 Uhr, HR
(Sendung vom 26. Mai 2016)