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Wofür Bäume alles gut sind Waldbäder stärken die Gesundheit

Babs Becker tut es. Sie gibt sogar entsprechende Seminare. Und auch viele andere Menschen tun es gern: Bäume umarmen! Was bringt das denn?

Frau am Baum

Bäume setzten Moleküle frei, die bei Menschen Stresshormone senken können.

Fragen an Sabine Schütze, SWR Umweltredaktion

Welche Effekte hat es, wenn Menschen einen Baum umarmen?

Barbara Becker

Barbara Becker mag Glamour, aber auch das Bäume-Umarmen.

Waldbäder - so wird das Bäume-umarmen auch genannt - sollen Stress abbauen, den Blutdruck senken, Depressionen mildern und das Immunsystem stimulieren. Bei den Japanern sind Waldbäder zur Stärkung der Gesundheit schon lange anerkannt. Sie haben sogar Untersuchungen für mehrere Millionen Euro durchgeführt und die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit allesamt klar belegt.

Bei Diabetikern soll sogar der Blutzuckerspiegel sinken, wenn sie über Jahre regelmäßig Bäume umarmen. Schon nach einer Minute soll der Geruch von Zedern den Blutdruck senken. Die Begründung für die vielen positiven Effekte: Die Bäume setzen Moleküle frei, die wir einatmen und das Stresshormon Cortisol reduzieren.

Stethoskop

Mit einem Stethoskop kann man das Wasserrauschen in dicken Bäume hören.

Aber eigentlich ist der Grund ganz egal. Das Bäume-umarmen gut tut, wenn man sich darauf einlässt, das finde ich absolut naheliegend. Im Frühling kann man den Baum auch noch hören. Denn nach der Winterruhe zieht er reichlich Wasser bis in die Baumspitzen. Bei Bäumen mit dünner Rinde, wie etwa Birken, kann man das Wasserrauschen beim Umarmen direkt hören. Bei Bäumen mit dicker Rinde hilft ein Stethoskop.

Warum ist der Wald überhaupt so wichtig?

Baum umarmen

Unter 90 Millionen Exemplaren findet wohl jeder den richtigen Baum.

Für mich selbst ist der entspannende Aspekt der wichtigste. Ich gehe gern in den Wald, genieße seine Geräusche und atme die Luft.

Luft ist auch ein super Stichwort: in deutschen Wäldern sind mehr als vier Milliarden Tonnen Kohlendioxid gebunden. Bäume filtern Staub und Gifte. Sie produzieren Sauerstoff und sind der Lebensraum von Vögeln, Säugetieren und Insekten.

Außerdem ist der Wald ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - nicht nur als Holzlieferant zum Bauen. Jeder fünfte Baum wird zu Papier. Etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Es gibt insgesamt 90 Milliarden Bäume: Genug also, um sich den richtigen zum Umarmen und Stressabbauen auszusuchen.

Online: Petra Thiele