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Sommerplage Was hilft wirklich gegen Stechmücken?

Sie stechen wieder! Nach einem regenreichen Mai und dem Hochwasser hatten die Mücken ideale Brutbedingungen, weshalb jetzt für viele Menschen die Zeit des Juckens und Leidens beginnt. Was hilft gegen die kleinen Plagegeister und warum stechen sie manche Leute lieber als andere?

Menschen mit "süßem Blut" werden öfters gestochen - das ist lediglich ein Gerücht. Genauso, dass Mücken lieber vom Blut der Frauen naschen als dem von Männern. Der Geschmack des Blutes oder das Geschlecht spielen keine Rolle. Wie sehr einen Stechmücken begehren hängt vielmehr mit dem Körpergeruch zusammen: Jeder Mensch hat seine eigene Geruchsmischung und einige mögen die Stechmücken eben lieber als andere. Auch ein erhöhter Knoblauchgenuss ändert daran im Übrigen nichts.

Was hilft gegen die Blutsauger?

Neben dem Geruch werden die Insekten vor allem von ausgestoßenem CO2 und von der Körperwärme angezogen, die von Menschen ausgeht. Und Schweißgeruch lieben die Tiere ganz besonders. Doch was kann man tun, wenn einem die Viecher mal wieder den lauen Sommerabend versauen? Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie...

Bildergalerie: Was hilft wirklich gegen Stechmücken?

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Bildergalerie: Was tun gegen die fliegenden Blutsauger?

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Regenreicher Mai, Hochwasser, milde Temperaturen: Das sind für Mücken die idealen Brutbedingungen. Wer derzeit in den Abendstunden draußen unterwegs ist, wird darum schnell zum gefundenen Fressen für zahlreiche fliegende Blutsauger.

Regenreicher Mai, Hochwasser, milde Temperaturen: Das sind für Mücken die idealen Brutbedingungen. Wer derzeit in den Abendstunden draußen unterwegs ist, wird darum schnell zum gefundenen Fressen für zahlreiche fliegende Blutsauger.

Wer sich schützen will, dem hilft grundsätzlich lange Kleidung. Allerdings können Mücken auch durch dünne Stoffe stechen, vor allem wenn diese eng anliegen.

Einige Insektenschutzmittel, die direkt auf die Haut aufgetragen werden, sind durchaus wirkungsvoll. Dabei ist aber wichtig, dass alle nackten Körperstellen gründlich und alle paar Stunden eingerieben werden. In Europa reichen Mittel mit den Wirkstoffen Icaridin und PMD vollkommen aus.

Besonders stark abwehrend sind dagegen Mittel mit dem Wirkstoff DEET. Doch da DEET Hautreizungen oder auch Taubheitsgefühle verursachen kann, sollte es nur in Gebieten benutzt werden, in denen Mücken schwere Krankheiten wie etwa Malaria übertragen können.

Ist es hilfreich die Mücken einfach direkt mit Insektenspray einzusprühen? Eher nicht, denn viele dieser Sprays sind auch für den Menschen ungesund. Wird Insektenspray eingeatmet, kann das die Augen, Haut und Atemwege reizen - vor allem bei längerer Anwendung ist das bedenklich.

Gesundheitsschonender aber leider relativ wirkungslos sind laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest die meisten Bio-Mückenschutzmittel. Das gilt vor allem für die Mittel, die auf ätherischen Ölen basieren.

Nur bedingt eine Lösung sind Mückenstecker mit oder ohne Plättchen und Räucherspiralen. Sie verringern zwar die Zahl der Mückenstiche, sind aber nicht unbedingt gesund.

Völlig wirkungslos hingegen sind Geräte, die die Mücken durch hohe Ultraschalltöne vertreiben sollen. Mücken sind so gut wie taub – da ist die Frequenzhöhe auch egal.

Stiche gleich behandeln

Wer gestochen wurde, sollte die Stichstelle sofort mit etwas Speichel einreiben. Manche schwören auch auf Zwiebel- oder Zitronensaft. Auf keinen Fall an der Stichstelle kratzen, sonst ist es bis zu einer entzündlichen Infektion mit Bakterien nicht mehr weit.

Mücken stehen auf alte Socken

Zu guter Letzt noch ein kurios wirkendes Ergebnis aus der aktuellen Forschung. In einem Experiment gaben Forscher den Mücken die Wahl zwischen zwei Fallen. In der einen lag eine getragene, in der anderen eine ungetragenen Socke. Von zweihundert Mücken entschieden sich zwei für die Falle mit der sauberen, aber achtzig für die Falle mit der getragenen Socke. Vielleicht hilft es also, die Socken abends vorm Bett liegen zu lassen, auch wenn sie ein wenig müffeln – einen Versuch wäre es jedenfalls wert.