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Landwirte und Verbraucherschützer "Kritischer Agrarbericht" fordert EU-Agrarwende

Eine Agrarwende für Europa verlangt der "Kritische Agrarbericht 2019" zur Grünen Woche in Berlin. Die Verfasser schlagen vor, das System der Agrarsubventionen radikal umzubauen.

Traktor verteilt Gülle auf einem Acker

Landwirte, Verbraucherschützer und Entwicklungshilfe wollen eine grundlegende Veränderung.

Bisher werden die Agrarsubventionen der EU an die Landwirte pauschal je Hektar Fläche ausgezahlt. Die Verfasser des "Kritischen Agrarbericht" fordern nun, künftig mit den Subventionen stärker konkrete Leistungen im Bereich Umweltschutz zu honorieren. So könnten die Bauern zum Beispiel die Vielfalt auf ihren Feldern wieder erhöhen oder Maßnahmen zum Insektenschutz ergreifen, ohne dass sie dadurch finanzielle Einbußen hätten.

Bauern und EU-Politik stehen unter Druck

Traubenernte in einem Traktor

Bauern wollen, dass ökologisches Arbeiten honoriert wird.

Hintergrund dieser Forderung: In der EU wird derzeit heftig um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik gerungen. Denn die Finanzhilfen für die Bauern sind nur bis ins Jahr 2020 geregelt. Wie es danach mit Höhe und Ausgestaltung der Subventionen weitergeht, ist derzeit noch unklar.

Hinter den Verfassern des "Kritischen Agrarbericht" steht das sogenannte Agrarbündnis, ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungshilfe.

Von Dominik Bartoschek, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Heidi Keller