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Kräuterhexen-Wissen

So nützlich können Unkräuter sein

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Die Siefersheimer Kräuterhexen betrachten Unkräuter als Wild- oder sogar Heilkräuter, die sie in ihrem Garten bewusst anpflanzen. Claudia Bathe, SWR Umwelt und Ernährung, hat die drei Expertinnen besucht und sich zeigen lassen, wozu Brennesseln und andere Wildkräuter nützlich sein können. Dieser Beifuß etwa wird zum Würzen von fetten Fleischgerichten benutzt. Seine Bitterstoffe fördern die Verdauung.

Die Siefersheimer Kräuterhexen betrachten Unkräuter als Wild- oder sogar Heilkräuter, die sie in ihrem Garten bewusst anpflanzen. Claudia Bathe, SWR Umwelt und Ernährung, hat die drei Expertinnen besucht und sich zeigen lassen, wozu Brennesseln und andere Wildkräuter nützlich sein können. Dieser Beifuß etwa wird zum Würzen von fetten Fleischgerichten benutzt. Seine Bitterstoffe fördern die Verdauung.

Die Brennessel ist ein Alleskönner. Die Blätter wirken belebend. Die Samen sind gut für Haare, Haut und Fingernägel und schmecken zum Salat oder im Müsli. Wer Gicht oder Rheuma hat, kann sich mit einer Brennesselrute peitschen.

Mit der Kardendistel haben die Weber früher ihre Wolle gekämmt.

Das intensiv und süß duftende Labkraut soll den Schlaf fördern und wurde bei Geburten zum Entkrampfen eingesetzt.

Frischer Löwenzahn enthält gesunde Bitterstoffe, die entgiften. Wem der Geschmack im Salat zu bitter ist, sollte junge Löwenzahnblätter kurz in Wasser sieden lassen.

Schlafmohnsamen enthalten Opiate. Früher wurden die Mohnsamen in Stoffsäckchen gefüllt und Säuglingen als sogenannte Mohnschnuller zur Beruhigung gegeben. Die Wirkung war zum Teil verheerend.

Der Nektar des Natternkopfes hat einen hohen Zuckergehalt und wird deshalb gerne von Imkern eingesetzt.

Die Blüten der Schafgarbe wurden für Gesichtsdampfbäder verwendet. Sie sollen eine schöne Haut machen.

Vogelmierensalat enthält viel Vitamin C, sollte aber nicht in zu großen Mengen gegessen werden. Vogelmieren-Tee regt den Stoffwechsel an.

Interessant ist vor allem die Wurzel der wilden Möhre. Sie schmeckt fast wie eine Karotte, nur intensiver. Ein Brei aus dieser Wurzel wurde früher bei Sonnenbrand aufgetragen.

Die rosa Blüten des wilden Majoran ziehen viele Bienen und Schmetterlinge an. Als Tee löst der wilde Majoran Krämpfe und beruhigt den Magen. (Autorin: Claudia Bathe, SWR Umwelt und Ernährung)