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IEA-Bericht: Ausblick ins Jahr 2035 Schöne neue Energiewelt?

Der weltweite Energieverbrauch wird bis 2035 um ein Drittel steigen. Das geht aus dem diesjährigen Ausblick der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hervor. Der Bericht prognostiziert ein wachsendes Verlangen nach Gas und grünen Energien - die USA wird weltweit größter Ölproduzent.

Braunkohletagebau  Garzweiler

Braunkohletagebau Garzweiler

Der diesjährige "World Energy Outlook" prognostiziert für die Zukunft eine sich deutlich veränderte Energie-Weltkarte: Die USA wird laut den Experten der Internationalen Energie-Agentur in den kommenden Jahren bis 2030 von neuen, sogenannten unkonventionellen Öl- und Gasfunden profitieren [mehr]. Ab ungefähr 2020 könnten sich die USA so zum weltweit größten Ölproduzenten entwickeln und unterm Strich mehr Öl exportieren als importieren. Allerdings wird dies im Bericht nur als vorrübergehender Effekt gesehen, der nach Einschätzung der Energieagentur am globalen Trend grundsätzlich wenig ändert. Dieser Trend geht langfristig weg von Öl, Atom und Kohle hin zu Gas und Erneuerbaren Energien.

Es muss noch mehr in Erneuerbare Energien investiert werden

aturgasvorkommen in Colorado

Naturgasvorkommen in Colorado

Die IEA verweist auch darauf, dass im Jahr 2011 für fossile Brennstoffe sechsmal so viel Subventionen gezahlt wurden, wie für Erneuerbare Energien. Doch ohne diese nachhaltigen Energiequellen und vor allem ohne zusätzliche Energiesparmaßnahmen wird der steigende Energiebedarf der Welt nicht zu befriedigen sein, warnt Fatih Birol, Chef-Volkswirt der IEA. Darum fordert er einen massiven politischen Schub in diese Richtung. Laut dem Bericht könnte schon im Jahr 2035 ein Drittel der Gesamtstromerzeugung aus erneuerbaren Energien stammen.

Zahlen aus dem Weltenergieausblick 2012

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Zahlen aus dem Weltenergieausblick 2012

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Die USA wird in den kommenden Jahren stark vom Abbau unkonventioneller Öl- und Gasreserven profitieren.

Die USA wird in den kommenden Jahren stark vom Abbau unkonventioneller Öl- und Gasreserven profitieren.

Im Jahr 2035 werden vermutlich 90 Prozent des im Mittleren Osten produzierten Öls in asiatische Länder exportiert.

Der globale Energiebedarf wird bis zum Jahr 2035 um ein Drittel steigen, was vor allem auf den steigenden Lebensstandard in China, Indien und dem Mittleren Osten zurückzuführen ist.

Der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs kann künftig - zumindest in Europa - zu einem großen Anteil aus regenerativen Energien befriedigt werden. China und Indien werden auch weiterhin stark auf Kohle setzen.

Wasser wird immer bedeutender

Und auch der weltweite Wasserverbrauch spielt im IEA-Bericht eine entscheidende Rolle. Die Agentur geht davon aus, dass die Energieversorgung auch durch Wasserknappheit bedroht ist. So könnte der Wasserbedarf der Energieerzeugung bis 2035 voraussichtlich doppelt so stark steigen, wie der Energiebedarf selbst. Für die Energieerzeugung wird Wasser künftig immer bedeutender, beispielsweise zur Verarbeitung von Öl, Gas und Kohle, sowie zunehmend auch für die Bewässerung von Bioenergie-Pflanzen