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Grüne Ideen aus Rheinland-Pfalz Die Gewinner des Umweltpreises 2012 stehen fest

Der rheinland-pfälzische Umweltpreis geht dieses Jahr an das engagierte Studierendenwerk in Trier, eine nachhaltig-denkende 12. Klasse aus Worms und ein Ingenieurgesellschaft aus Thür bei Koblenz, die aus Klärschlamm reichlich grüne Energie gewinnen will.

Originell, kreativ und vorbildhaft sollen die Konzepte sein, vor allem aber müssen sie praktischen Nutzen für die Umwelt bringen. Aus den fast 50 Bewerbern, die sich mit ihren grünen Projekten für den diesjährigen Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz beworben hatten, kürte die Jury nun die drei besten Projekte. Wir stellen Ihnen die drei Gewinner, die sich das Preisgeld von 9.000 Euro teilen, kurz vor:

12. Klasse des Rudi Stephan-Gymnasium mit dem Weingut Grünewald & Schnell (beide Worms)
Schüler des Jahrgangs 12 des Rudi-Stephan-Gymnasiums, Worms haben gemeinsam mit dem Wormser Weingut 'Grünewald und Schnell' zum Thema "Ethik und nachhaltiges Wirtschaften im Weinbau" geforscht und dabei interessante Ideen für die Umsetzung in der Praxis entwickelt. Die Schüler hatten sich zuvor im Ethikunterricht konkrete Anwendung überlegt, wie Nachhaltigkeit mit Wirtschaft zu vereinen sei und diese Überlegungen anschließend am Wormser Weingut ausprobiert.


Studierendenwerk Trier
Das Studierendenwerk Trier (SWT) wurde für sein Nachhaltigkeitskonzept "Wir machen Appetit auf Umwelt" ausgezeichnet. Das Studierendenwerk bietet den Studierenden mehr als nur Bio-Essen aus der Region und Fisch aus nachhaltigem Fang. Das SWT vermittelt unter anderem umweltfreundliche Umzugswagen, hat an der Fassade der Mensa Fledermauskästen und Insektenhotels anbringen lassen und dafür gesorgt, dass Studentenwohnungen saniert werden, wodurch 20 Prozent Strom und 45 Prozent Wasser eingespart werden können.

Ingeneurgesellschaft Dr. Siekmann & Partner mbH aus Thür
Der Umweltpreis 2012 geht außerdem an die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann & Partner aus Thür, die sich mit dem Thema "Klärschlamm als Energierohstoff und Dünger" auseinandergesetzt hatten und einen neuen Kompaktfaulbehälter (Bild) speziell für kleine Anlagen entworfen haben. Durch den Umbau von Kläranlagen auf die sogenannte Faulungstechnik kann der Klärschlamm vor allem auch von kleineren Gemeinden als "Energieressource" genutzt werden. Gleichzeitig werden Energieverbrauch und die zu entsorgende Klärschlammmenge deutlich kleiner.

Mit dem Umweltpreis sollen Einsatz und Leistungen sowie innovative Maßnahmen ausgezeichnet werden, die in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Umwelt und ihrer Ressourcen beitragen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit gesetzt. Der Preis wird seit 1991 vergeben.

Richard Grünewald und Weinberge

Ein Winzer macht Ernst mit der Nachhaltigkeit

Eine Global-Sendung von Elke Klingenschmitt, 1. September 2012

Nachhaltiger Weinbau - wir sprechen darüber mit dem Umweltpreisträger Richard Grünewald, Theologe und Weingutsbesitzer in Worms.
Außerdem: 100 Tage Bundesumweltminister Altmaier - wir ziehen Bilanz. Kostbares Gut Wasser: In Mexico-Stadt haben vor allem die Armen zu wenig davon. Glühbirnenverbot in der EU: Verbraucher sind darüber nicht glücklich - und wer ist schuld daran? Die Lobbyisten in Brüssel!, das sagt unser Blogger Axel Weiß.