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Ergebnisse der NABU-Studie zu Wintervögeln Deutlich weniger Singvögel gezählt

Am ersten Januar-Wochenende 2017 hatten sich mehr als 118.000 Vogelfreunde an der NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" beteiligt. Die Ergebnisse der Zählung liegen jetzt vor.

Eine Meise hängt an einem Meisenknödel

Die Meise am Knödel hat Seltenheitswert

Danach bestätigt sich der erste Trend: Die Zahl der beobachteten Vögel sank um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Meisen-Arten aus. Auch von Kleibern und Kernbeißern wurden so wenige Exemplare gezählt wie noch nie.

Wetterbedingt anderes Zugverhalten

Amsel

Mehr Amseln in den Gärten

Der bis zum Zeitpunkt der Zählung milde Winter könne dazu geführt haben, dass weniger Vögel als sonst zu dieser Jahreszeit aus dem Norden zugewandert seien, vermutet der NABU. Auch bei anderen Vogelarten machte sich das geänderte Zugverhalten bemerkbar: Weil Rotkehlchen und Stare nicht in den Süden flogen, wurden von ihnen bei uns mehr Exemplare gezählt.



The Winner is...

Das gilt auch für die Amseln, von denen trotz eines derzeit grassierenden Virus bundesweit 20 Prozent mehr Exemplare gesichtet wurden als im Vorjahr. In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl sogar um knapp 60 Prozent. Damit schafft es die Amsel auf Rang zwei der häufigsten Wintervögel hinter dem Haussperling und vor Kohlmeise, Feldsperling und Blaumeise.

Für den besonders dramatischen Rückgang bei den Grünfinken gilt dagegen das "Grünfinkensterben" als Ursache, eine durch Parasiten ausgelöste Krankheit.

Von Dominik Bartoschek, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Andreas Reinhardt