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SENDETERMIN Di, 30.7.2019 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen

Abwarten und Tee trinken Die Teegärtner aus Ruppertsberg

Die Pfalz ist bekannt als Weinbaugebiet, aber was für Trauben gut ist, müsste doch auch Teekräutern gefallen. Das haben sich wohl Christian Weiß und seine Frau Jessica Schönfeld gedacht, als sie 2016 in Ruppertsberg mit ihrem kleinen Teebetrieb anfingen.

Die Idee dazu war dem jungen Paar im Jahr davor gekommen. Viel Planungs- und Entwicklungsarbeit folgten. Beide haben an der Hochschule in Geisenheim studiert - er Getränketechnologie, sie Weinwirtschaft. Dort haben sie sich auch kennengelernt. Die beiden managen alles vom Anbau bis Verkauf. Ihr Ziel: Handgeerntete Spitzentees an die Frau und den Mann zu bringen.

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Zarte Pflanzen und harte Arbeit

Teegärtnerei in Bildern

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Zweimal Weiß: Moderator Axel Weiß (l.) mitten im Kräuterfeld von Teegärtner Christian Weiß

Zweimal Weiß: Moderator Axel Weiß (l.) mitten im Kräuterfeld von Teegärtner Christian Weiß

Ökologischer Anbau der Teekräuter ist auf dem pfälzischen, teils trockenen Böden eine Herausforderung

Die zarten Blüten werden von Hand gepflückt...

... und kommen dann sofort in den Trockner, erklärt Christian Weiß (r.) unserem Natürlich-Moderator Axel Weiß

Auch Verpacken, Versand und Verkauf gehören zu den Aufgaben der beiden Teegärtner Christian Weiß...

... und Jessica Schönfeld, seiner Frau.

Moderator Axel Weiß (l.) hilft Christian Weiß bei der Nachzucht von Jungminze

Die Ernte der Kräuter ist für Christian Weiß (l.) harte körperliche Arbeit, das erfährt auch Moderator Axel Weiß

Das ist eine große Herausforderung, denn jede Kultur ist anders. Das bedeutet vor allem viel Handarbeit, Mut zu Experimenten und Kraft, um Rückschläge im Anbau wegzustecken - auch für einen wie Christian Weiß, dessen Familie schon auf Generationen von Gärtnern zurückblickt. Der Arbeitsalltag des Teegärtners beinhaltet Ernte und Nachpflanzung auf dem Feld, das Trocknen der Kräuter auf dem Hof und die Pflege des Kräuterkindergartens.

Der Betrieb ist noch nicht 100% Bio. Ein Grund: Die Teebauern übernehmen konventionelle Flächen, die sie von Ackerwinden befreien müssen, bevor sie ihre Teekulturen anlegen. Nach eigener Aussage setzen sie dabei "gezielt punktuell" Herbizide ein. "Es gibt keinen Bioberater, der mir ein wirksames Rezept verschreiben kann, wie ich die Ackerwinden mechanisch in den Griff kriege", so Christoph Weiß, ergänzt jedoch: "Wir setzen an den Pflanzen nichts ein, was nicht biologisch zugelassen ist."

Die Tees aus der Pfalz heißen zum Beispiel Mentha Basil Smash, Pfefferminza oder Berggarten. Christian Weiß möchte auch die jüngere Generation von Tee überzeugen und experimentiert, um besondere Kräutertees für dieses jüngere Klientel herauszubringen, zum Beispiel für Eistees. Aber auch in Führungen, die mit einer Teeprobe enden, kann man Wissenswertes über Tee, seine Ernte, Trocknung und Verarbeitung von Christian Weiß erfahren.