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Kirchenkrimi im Südwesten Das taktische Spiel von Papst Gregor

Ein neues Konzil

Papst Gregor XII. hatte aus dem Fall Johannes gelernt. Er zeigte sich zu Verhandlungen bereit, stellte aber auch eine Forderung: Da er der einzig wahre Papst sei, müsse auch er die Kardinäle zu einem neuen Konzil zusammenrufen können, damit diese Verhandlungen legitimiert seien. Schließlich war das bisherige Konzil von Johannes einberufen worden. Nachdem dieser als Papst abgesetzt war, hatte auch das Konzil in Gregors Augen keine Berechtigung mehr. Da es sich im Prinzip um eine reine Formsache handelte, wurde ihm seine Forderung gewährt.

Kardinal setzt sich seine Mitra auf - Rückansicht

Gregor XII. wurde vom Papst wieder zum einfachen Kardinal

Der Rücktritt

Das neue Konzil (das natürlich sofort und am gleichen Ort zusammentrat und aus den gleichen Mitgliedern bestand) tagte im Juli 1415 und zwei neue Akteure betraten die Arena. Es waren zwei Bevollmächtigte von Gregor, Carlo Malatesta und Giovanni Dominici. Feierlich bekamen sie die Bevollmächtigung übertragen, den Rücktritt von Papst Gregor zu verhandeln. Nach komplizierten Formalitäten verkündete Malatesta sozusagen als Sprecher von Gregor dessen Rücktritt. Er kehrte ins Kardinalskolleg zurück.