Bitte warten...

Kirchenkrimi im Südwesten Papst Benedikt XIII. auf seinem Felsen

Der einzige Kardinal

Der letzte verbliebene Papst war Benedikt XIII. Er hatte ein anderes Argument, weshalb er seiner Ansicht nach der einzig wahre Papst sei: Gregor und Johannes waren unter ihren Vorgängern zu Kardinälen ernannt worden. Wenn diese Vorgänger aber schon illegitime Päpste gewesen seien, konnten sie auch keine Kardinäle benennen. Demzufolge war er, der bereits unter dem letzten Papst vor dem Schisma schon Kardinal gewesen war, der einzig verbleibende Kardinal. Benedikt erklärte sich zum Rücktritt vom Heiligen Stuhl bereit, wenn nur er als legitimer Kardinal anerkannt würde und demnach im Alleingang den neuen Papst benennen dürfe.

Avignon Palast

Aus diesem Palast in Avignon musste Benedikt XIII. ausziehen

Die Folgen

Für das Konzil und König Sigismund war diese Forderung natürlich unhaltbar und wurde abgelehnt. Benedikt XIII. wurde abgesetzt und zog sich auf die spanische Halbinsel Peñíscola – im Prinzip ein Felsen – zurück und blieb dort bis zu seinem Tod 1423. Zeit seines Lebens verharrte er in der Ansicht, er sei der einzig wahre Papst und ernannte sogar noch vier Kardinäle.