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Kirchenkrimi im Südwesten Was war das Ergebnis des Konstanzer Konzils?

Historische Darstellung des Konstanzer Konzils im Münster aus der Chronik von Ulrich Richental. Der König und die Kardinäle sitzen im Kreis.

Das Konstanzer Konzil tagte im Konstanzer Münster, den Vorsitz hatte König Sigismund.

Das Konstanzer Konzil löste eigentlich nur die causa unionis, also das Papstproblem. Schnell kristallisierte sich heraus, dass keiner der bisherigen Päpste zum neuen, alleinigen Kirchenoberhaupt würde werden können. Also forderte das Konzil, sie müssten alle drei abdanken, so dass ein neuer Papst gewählt werden könne. Bis das klappte war es allerdings ein weiter Weg, weil sich alle drei Päpste als legitim betrachteten und deshalb nicht zurücktreten wollten. Am Ende dankten jedoch alle drei Päpste notgedrungen ab und machten so den Weg frei für eine Neuwahl.

Nach langen und zähen Verhandlungen konnte schließlich im historischen Kaufhaus das Konklave zur Papstwahl zusammentreten. Das Besondere an diesem Konklave war, dass nicht nur wie sonst üblich die Kardinäle, sondern auch Vertreter der anwesenden Nationen an der Wahl teilnahmen. Nach vier Tagen einigten sie sich auf den Italiener Oddo Colonna, der dann als Papst Martin V. bis 1431 der römisch-katholischen Kirche vorstand.