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Wirtschaftsfaktor Weihnachten Spaß an Weihnachtsmärkten ungebrochen

Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln zieht wieder durch die Straßen. Die Advents- und Weihnachtsmärkte öffnen. Für die Händler ein gutes Geschäft. Und was wird am meisten gekauft?

Lichterketten erstrahlen am Donnerstag (26.11.2009) vor dem Dom in Mainz den Weihnachtsmarkt.

Karusselle, Buden und Lichterketten ziehen jetzt wieder Groß und Klein auf die Weihnachtsmärkte.

Fragen an Eva Laun, SWR-Redaktion Wirtschaft und Soziales

Das Konsumklima ist top in Deutschland, sagt die Gesellschaft für Konsumforschung GfK. Profitieren davon auch die Weihnachtsmärkte?

Die Verkaufsstände und das Kinderkarussell des Trierer Weihnachtsmarkts auf dem Domfreihof vor dem Dom sind am 29.11.2011 hell erleuchtet.

Hell erleuchtet auch die Verkaufsstände und das Kinderkarussell vor dem Trierer Dom.

Dafür braucht es nicht mal gute Konjunkturzahlen. Denn der Run auf Weihnachtsmärkte ist ungebrochen. In den letzten Jahren haben die Märkte immer mehr Besucher angezogen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Besucherzahl sogar fast verdoppelt. Selbstverständlich lassen mehr Besucher auch mehr Geld dort.

Die Schausteller berichten, dass sie bis zur Hälfte ihres Jahresumsatzes alleine in diesen vier bis fünf Wochen vor Weihnachten machen. So auch die offiziellen Zahlen ihres Branchenverbandes: Demnach erwirtschaften die deutschen Weihnachtsmärkte jedes Jahr Gewinne von drei bis fünf Milliarden Euro.

Wofür geben die Leute am meisten aus auf den Weihnachtsmärkten?

Ein Glühweinstand auf dem Konstanzer Weihnachtsmarkt

Ohne geht es nicht: Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt in Konstanz

Eindeutig für Glühwein. Auch der liegt seit Jahren im Trend. Viele Menschen trinken ihn gerne als vorweihnachtlichen "Absacker" mit Freunden und Kollegen.

Der Schausteller-Verband sagt: Je nach Stadt und Lage macht eine Glühweinbude ungefähr das Doppelte oder sogar Dreifache an Umsatz als die übrigen Stände. Kein Wunder also, dass es so viele Glühwein-Buden gibt.

Manche Händler scheinen dennoch mürrisch, weil die Adventszeit in diesem Jahr so kurz ist. Sind diese Klagen berechtigt?

Besucher laufen am Montag (22.11.2010) über den Weihnachtsmarkt in Speyer.

Auch in Speyer beginnt nun wieder die Zeit von Glühwein- und gebrannte Mandelnduft.

Nachvollziehen kann man es tatsächlich. Denn wenn die Adventszeit eher kurz ist, kann das bei den Schaustellern und Händlern tatsächlich zu sinkenden Umsätzen und Gewinnen führen. Das geht über die Grenzen des jeweiligen Weihnachtsmarkt hinaus, denn dieses Geschäft hat viele Profiteure: Auch die Einzelhändler sehen darin Vorteile. Denn ein Weihnachtsmarkt zieht die Menschen in die Innenstädte und bringt sie in Weihnachtsstimmung.

Auch Hotels machen gute Geschäfte mit den Märkten, etwa mit Busreisenden, die speziell diese Weihnachtsziele besuchen wollen. Aber fast noch mehr als an der Dauer des Weihnachtsmarkts hängt das Geschäft am Wetter: Ideal ist eine Temperatur zwischen vier und zehn Grad, sagen die Händler. Nicht zu warm und auch nicht zu kalt. Ist es zu kalt, bleiben die Leute lieber daheim oder kehren irgendwo drinnen ein, wo es warm ist. Auch Schnee ist nicht gut fürs Geschäft der Weihnachtsmärkte, jedenfalls hier bei uns im Südwesten heißt es dann: "Der gehört in die Berge".

Online: Lutz Heyser