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Wirtschaft Baden-Württemberg China ist das zweitwichtigste Exportland

China mag ja weit weg sein - für Baden-Württemberg ist es wirtschaftlich gesehen dennoch ein wichtiger Handelspartner - direkt nach den USA.

Landeswirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf der Innovationsmesse in der Partnerregion Nanjing im Februar 2018

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf der Innovationsmesse in der Partnerregion Nanjing.

Grund genug für die Wirtschaftsministerin des Landes Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und einige Unternehmer nach China zu reisen und Kontakte zu knüpfen. Mit rund 100 Unternehmern aus Baden-Württemberg war es die bisher größte Delegationsreise unter der Führung der Wirtschaftsministerin.

Geschäftsbeziehungen sollten neu geknüpft und ausgebaut werden. "Wir wollen uns einen Eindruck verschaffen über den Stand der Unternehmen in China, in den unterschiedlichen Bereichen, Automobil, künstliche Intelligenz und auch politische Kontakte pflegen", so die Wirtschaftsministerin.

Die Wirtschaftsbeziehungen ändern sich rapide

Rund 1,3 Milliarden Menschen leben in China - ein riesiger Absatzmarkt.

Rund 1,3 Milliarden Menschen leben in China - ein riesiger Absatzmarkt.

Der Handel mit China lohnt sich seit Jahren für die Unternehmen aus Baden-Württemberg. Allerdings beginnen sich die Dinge zu ändern - langsam aber stetig. 2014 war das Rekordjahr mit einem Handelsüberschuss von 4,7 Milliarden Euro.

Seitdem ist eine fallende Tendenz erkennbar. Für 2018 vermeldet das Statistische Landesamt mit 2,4 Milliarden Euro nur noch etwa die Hälfte von 2014.

Baden-württembergische Unternehmen zieht es nach China

China kauft jährlich Maschinen und Anlagen im Wert von 5 Milliarden Euro von deutschen Unternehmen, sagt der Vernbandschef des Landes Dietrich Birk.

China kauft bei uns jährlich Maschinen und Anlagen im Wert von fünf Milliarden Euro, sagt der Verbandschef des Landes Dietrich Birk.

Viele Unternehmen aus Baden-Württemberg haben inzwischen ihre Produktion in das Reich der Mitte verlegt. Neben niedrigeren Löhnen sind auch die Transportkosten geringer. Der engere Kontakt mit den Kunden vor Ort hilft zudem, besser auf den chinesischen Markt einzugehen. "Nur in Baden-Württemberg und nach China zu liefern, funktioniert nicht mehr. Wir müssen die lokalen Bedürfnisse dieser Märkte viel stärker aufnehmen. Wir müssen hier Vertrieb und Service ausbauen", sagt Dietrich Birk vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Baden-Württemberg. Deshalb versucht man auch, bei der Delegationsreise der Wirtschaftsministerin deutsche und chinesische Stühle enger aneinander zu rücken.

China ist mit seiner steigenden Kaufkraft verlockend für Unternehmer aus Baden-Württemberg. Allerdings wächst auch die Abhängigkeit von dem riesigen Markt. Allein in der Großstadt-Metropole Shanghai leben rund 22 Millionen Menschen - doppelt so viele wie in ganz Baden-Württemberg.