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Versicherungsschäden bei Smartphones Straftat für neues Handy lohnt nicht

Besonders viele Handys gehen gerade dann kaputt, wenn neue Modelle auf den Markt kommen - ganz zufällig natürlich. Nicht selten steckt dahinter aber Versicherungsbetrug.

Ein Man hält ein defektes Smartphone

Plötzlich ist das alte Smartphone hinüber - doch manchmal wurde nachgeholfen.

Fragen an Alexander Winkler, SWR Wirtschaftsredaktion

Was ist dran an diesem "Phänomen"? Werden den Versicherungen wirklich mehr kaputte Smartphones gemeldet, wenn neue Modelle erscheinen?

Tatsächlich haben mir sämtliche Versicherungen, mit denen ich gesprochen habe, gesagt, dass es da einen spürbaren Anstieg gibt. Das heißt, es scheint jede Menge Menschen zu geben, die versuchen zu tricksen - also das alte Handy als Schaden zu melden, um dann von der Versicherungssumme ein neues kaufen zu können.

Konkrete Zahlen gibt es zwar nicht. Das hängt aber auch damit zusammen, dass zum Teil die Haftpflicht, zum Teil die Handy- oder Elektronik-Versicherung greift. Klar ist aber: Wer sein Handy mutwillig beschädigt oder bei der Versicherung falsche Angaben macht, begeht Versicherungsbetrug.

Versicherungsbetrug ist aber kein Kavaliersdelikt, oder?

Ein Mann hält ein iPhone in den Händen.

Neue Smartphones wecken Begehrlichkeiten.

Absolut nicht, das ist eine Straftat. Dafür sind Geldstrafen möglich und im schlimmsten Falle sogar bis zu zehn Jahre Gefängnis. Dazu wird es aber vermutlich bei einem Handy nicht kommen. Trotzdem: Die Versicherungen sagen, sie überprüfen solche Fälle immer häufiger. Und dann besteht eben die Gefahr, dass der Schwindel auffliegt.

Ohnehin muss man sagen: In den meisten Fällen lohnt sich der Betrug gar nicht. Denn die Versicherungen erstatten nur den Zeitwert des kaputten Handys. Und der liegt bei einem zwei Jahre alten gebrauchten Gerät meist nur noch bei um die hundert Euro.

Online: Stefan Heinz