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SENDETERMIN Di, 2.10.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Undichte Fenster Wie gut arbeiten Fensterbauer?

Wenn es durch Fenster und Türen zieht, wird es ungemütlich. Wie gut oder schlecht Fachleute das Problem beheben beobachten wir mit versteckter Kamera.

Wie findet man einen guten Fensterbauer?

Der Fachverband Fenster und Fassade hat auf der Internetseite www.window.de wichtige Tipps zusammengestellt. Hier finden Sie eine bundesweite Fachbetriebssuche für Fenster- und Haustürbauer. Es werden nur Betriebe aufgeführt, die Mitglied im Verband Fenster und Fassade oder der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. sind.
Sie können hier direkt nach Postleitzahl und Wohnort suchen.

Wählen Sie einen Betrieb in Ihrer Nähe, sparen Sie hohe Anfahrtskosten. Alternativ können Sie sich auch im Freundes– und Bekanntenkreis einen Fensterfachmann empfehlen lassen. Der Vorteil: Referenzen und Erfahrungsberichte aus erster Hand.

Den Selbstcheck machen

Ehe es richtig teuer wird, können Sie vorab den Zustand Ihrer Fenster checken. Zwar liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer Ihrer Fenster bei über 40 Jahren, doch gerade bei alten Fenstern sollte man mal einen genaueren Blick drauf werfen. Die Verglasung und der Rahmen des Fensters sind für die Wärmeisolierung entscheidend. Bei den Rahmen unterscheidet man Metall- , Kunststoff -und Holzrahmen. Bei der Verglasung ist es umfangreicher: Von einfachverglasten Fenstern, zu Kastenfeststern, Verbundfenstern, Fenster mit Standard-Isolierglas, Fenster mit Zweifachwärmedämmglas bis hin zu Fenstern mit Dreifachwärmedämmglas.

Wenn Sie wissen möchten wie viele Scheiben Ihre Fenster haben und wie es mit der Beschichtung aussieht, gibt es einen Trick. Nehmen Sie ein Feuerzeug und halten Sie es vor die Scheibe. Beobachten Sie nun die Reflexion der Flamme. Bei einer Doppelverglasung sehen Sie zwei Doppelflammen in der Spiegelung. Ist der Fensterzwischenraum mit einer wärmereflektierenden Schicht ausgekleidet, erscheint die zweite Spiegelung anders gefärbt.

Gerade bei alten Fenstern ist die Dichtung eine Schwachstelle. Ob sie noch einwandfrei funktioniert, können Sie an kalten Wintertagen leicht überprüfen: Ist mit den Fingern am Spalt zwischen Fensterflügel und Rahmen ein Luftzug zu spüren, besteht Handlungsbedarf. An wärmeren Tagen können Sie den Test auch mit einem Teelicht machen, fahren sie mit der Flamme entlang der Dichtung. Flackert die Flamme, haben Sie eine undichte Stelle gefunden.

Fragen und Nachfragen

Gute Fachbetriebe beantworten geduldig Ihre Fragen. Scheuen Sie sich nicht davor nachzufragen und vermeiden Sie so teure Überraschungen.

Kostenvoranschlag machen lassen

Ehe der Fensterbetrieb ans Werk geht, lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag machen. Das ist unverbindlich und Sie wissen vorab, welche Kosten auf Sie zukommen werden. Lassen Sie sich zudem von anderen Betrieben Kostenvoranschläge machen – so können Sie überteuerte Angebote umgehen.

Die richtige Pflege

Wer seine Fenster pflegt, spart später Geld. Nicht nur regelmäßiges Fensterputzen reicht zur Fensterpflege. Auch der Rahmen muss hin und wieder „auf Vordermann“ gebracht werden. Je nach Material unterscheidet sich hier die Pflege: Holz ist pflegeintensiver. Spezielle Reiniger und Pflegemittel schützen Ihre Fenster vor Witterung und zögern eine Renovierung heraus. Bei Metall- und Kunststoffrahmen reicht ein normaler Haushaltsreiniger.

Um zu verhindern, dass die Dichtungen rasch spröde werden, können Sie diese mit einem Pflegemittel behandeln. Zu guter Letzt sind noch die Entwässerungsöffnungen dran. Diese befinden sich im unteren Rahmenbereich und dienen dazu, dass das Niederschlagswasser nach außen abgeleitet wird und die Fenster schön trocken bleiben. Säubern Sie die Schlitze vorsichtig mit Feinmechaniker-Werkzeug.

Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder

Filmautor: Marco Jankowski | Online: Annika Erbach
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