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Notunterkunft oder Abflug Was tun als Florida-Tourist wegen "Irma"?

Hurrikan "Irma" ist einer der schwersten Karibik-Stürme aller Zeiten. Schon jetzt hat er schwere Verwüstungen angerichtet. Auch viele Urlauber sind beeinträchtigt. Die Tourismusbranche reagiert.

Umgestürzte Palmen auf den Straßen von Miami.

Das Urlaubsparadies Miami - fürs Erste zerstört.

Noch am vergangenen Freitag waren 16.000 deutsche Pauschaltouristen in Florida gemeldet. Die meisten von ihnen konnten jedoch noch aus Florida abreisen, bevor Wirbelsturm Irma am Wochenende die Küste traf. Fast alle Reiseveranstalter haben - bevor die Hotels geräumt worden sind - Angebote für Rückflüge gemacht.

Es ist auch davon auszugehen, dass die Mehrheit der deutschen Touristen, die nicht pauschal gebucht hatten, mittlerweile wieder zurück nach Deutschland geflogen ist. Individual-Reisende mussten sich selbstverständlich selbst um ihre Rückflüge kümmern.

Fluggesellschaften zeigen sich flexibel

Laptop mit geöffneter Reisebuchungs-Seite steht auf einem Tisch. Aus dem Monitor kommt ein Flugzeug geflogen.

Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage in Florida wird den Reisenden ein Rückflug erleichtert.

Dabei zeigten sich die Fluggesellschaften aber durchaus kulant. Bei der Lufthansa-Group sind aktuell beispielsweise auch Umbuchungen für die Urlauber möglich, die kein sogenanntes Flexi-Ticket reserviert hatten. Dies gilt seit der Hurrikan-Warnung sowohl für Flüge aus Florida heraus als auch nach Florida hinein.

Auch bei Condor konnten alle Tickets kostenlos umgebucht oder storniert werden.

Kreuzfahrten in die Karibik - abgesagt oder Routen geändert

Ein Kreuzfahrtschiff

Auch die Kreuzfahrt-Branche hat auf das Wetter reagiert und Routen geändert.

Betroffen vom Sturm sind auch viele beliebte Karibik-Kreuzfahrt-Routen. Manche Schiffsreisen sind komplett ausgefallen, bei anderen wurden Ziele geändert. Dies wurde den Teilnehmern vorab mitgeteilt. Wer mit der neuen Route nicht einverstanden war, konnte die Schiffsreise stornieren. Bei Kreuzfahrten gelten ähnliche Rechte wie bei Pauschalreisen.

Fast alle Reiseveranstalter bieten derzeit außerdem kostenlose Stornierungen und Umbuchungen für Reisen in Richtung Karibik an. Für bestimmte Länder wurden dabei auch Fristen verlängert. In der Regel haben Urlaubswillige dazu bereits ausführliche Informationen per Mail oder Post von ihren Reiseveranstaltern erhalten.

Autorin: Petra Thiele, SWR Wirtschaft und Umwelt | Online: Inga Vennemann