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Neue Datensicherung ab 12. November Bei WhatsApp wird jetzt gelöscht

Mit dem Smartphone versenden Millionen Menschen täglich Bilder und Videos oder schreiben Kurznachrichten. Gerne auch per WhatsApp. Doch diese Daten könnten plötzlich weg sein.

Das Logo der Messenger-App WhatsApp (Application software) ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen.

Seit 2016 gehört der Kurznachrichtendienst WhatsApp zum sozialen Netzwerk Facebook.

Fast jeder von uns kennt das Geräusch, wenn das Handy vibriert und wir genau wissen - es ist eine neue Nachricht bei WhatsApp gekommen. Der Messenger-Dienst wird mittlerweile von mehr als 1,5 Milliarden Menschen weltweit benutzt. Allerdings stellt der Kurznachrichten-Dienst in den kommenden Tagen die Datensicherung um, weshalb alte Daten plötzlich weg sein könnten.

Fragen an Tobias Frey, Aktuelle Wirtschaft

Was ändert sich nun bei der Datensicherung von WhatsApp?

Der Messenger-Dienst hat am 12. November seine Datenspeicherung verändert. Durch diese Umstellung kann es sein, dass alte Bilder, Videos und Chatverläufe gelöscht werden. Bislang werden die Daten bei WhatsApp sowohl auf dem Handy als auch in einer Cloud im Internet gespeichert, zum Beispiel in Google Drive bei Android oder in iCloud bei iOS. Das ist nützlich, wenn ich zum Beispiel mein Smartphone verliere. Denn dadurch sind die Daten nicht vollkommen weg, sondern ich kann sie mir aus der Cloud wieder besorgen und auf ein neues Smartphone übertragen.

Unterschiedliche WhatsApp-Backups für iOS- und/oder Android-User:

Bei Apples Betriebssystem iOS erfolgen WhatsApp-Backups ausschließlich in die Apple-iCloud. Dort werden sie dann mit dem kostenlosen Speicherlimit von 5 GByte verrechnet. Wer mehr braucht, muss dafür bezahlen. Bei Android-Nutzern von WhatsApp gibt es das Google-Drive-Backup. Zusätzlich können sie allerdings auch ein lokales Backup anlegen lassen - in diesem Fall landet eine Sicherungsdatei der jeweiligen WhatsApp-Daten dann auf dem Gerät. Von dort können sie manuell an einen anderen Ort kopiert werden.

Wie funktioniert die manuelle Datensicherung?

Großrechner stehen am 01.11.2017 in einem Raum des Unternehmens e-shelter in Berlin-Spandau.

Was an Daten in der "Cloud" gespeichert wird, landet in riesigen Rechenzentren.

Das geht tatsächlich recht einfach über die Einstellungen von WhatsApp. Dort muss ich auf den Menüreiter "Chats" klicken, um dann den Punkt "Chat-Backup" auszuwählen. Backup steht für Datensicherung. Hier kann ich alle Daten in die Cloud, also ins Netz, übertragen.

Dabei kann ich auch einstellen, dass künftig automatisch - täglich, wöchentlich oder monatlich - alle Daten in die Cloud gespeichert werden. Das geht mit einem Klick. So wäre ich auf jeden Fall in der Zukunft auf der sicheren Seite.

Sollte ich für die Datensicherung etwas Zeit einplanen - oder geht das schnell?

Ein Jugendlicher betrachtet Inhalte der Nachrichtenplattform «WhatsApp» auf seinem Smartphone.

WhatsApp wird weltweit von etwa 1,5 Milliarden Menschen genutzt.

Es kann schon einige Zeit dauern - je nachdem, wie viele Bilder, Videos und Chatverläufe ich besitze. Bei manchen Nutzern ist die Datenmenge recht gering. Das sind dann ein paar Megabyte, die gespeichert werden müssen - das geht schnell. Bei mir waren es recht viele Daten, so um die 300 Megabyte, das dauert entsprechend länger.

Deshalb empfiehlt es sich, das Smartphone während der Datensicherung an die Steckdose anzuschließen. Denn sonst kann eine Fehlermeldung wegen fehlendem Strom erscheinen, und das Backup wird unterbrochen. Das war bei mir zum Beispiel der Fall, denn mein Akku war fast leer. Außerdem sollte ich bei der Datensicherung für eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung sorgen - also am besten speichere ich die Daten, wenn ich zuhause bin und WLAN nutzen kann.

Die wenigsten denken wohl daran, regelmäßig ihre WhatsApp-Daten zu speichern. Ganz generell: Wie oft sollte ich ein Backup machen?

Das kommt auf mein jeweiliges Nutzungsverhalten an: Wenn ich WhatsApp sehr intensiv nutze und sehr viele Bilder bekomme, auch häufig mit anderen Menschen chatte und mir diese Chatverläufe wichtig sind, sollte ich am besten mindestens einmal im Monat an ein Backup denken. Denn sonst ärgere ich mich, sollte etwas mit meinem Smartphone passieren. Wenn ich WhatsApp jedoch eher sporadisch nutze, reicht es vollkommen aus, wenn ich nur alle paar Monate mal daran denke die Daten manuell zu sichern.

Online: Lutz Heyser