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Medikament mit überraschendem Effekt 20 Jahre Viagra - ein Riesen-Geschäft

Vor 20 Jahren erlaubte die US-Arzneimittelbehörde den Verkauf des Wirkstoffs Sildenafil als Viagra. Später kam das Mittel auch nach Deutschland. Die blaue Potenzpille brachte einiges in Bewegung.

Viagra

Viagra - eine Zufallsentdeckung mit weltweitem, großem wirtschaftlichem Erfolg.

Das ganz große Geschäft macht Pfizer mit Viagra nicht mehr. Rund eine Milliarde Dollar Umsatz im Jahr, damit ist die blaue Pille als Umsatzbringer ziemlich weit nach unten gerutscht. Eine Kinderschutzimpfung bringt dem Pharmakonzern ein Vielfaches. Doch Viagra hat schon einige Rekorde gebrochen. Noch nie hat ein neues Medikament so kurz nach dem Start bereits so viel Umsatz gebracht.

Herzklopfen hat andere Ursachen

Schlafender in einem Hotelbett

In seiner Viagra-Werbung ersetzte Pfizer das unschöne Wort "Impotenz" durch "Erektile Dysfunktion" oder schlicht durch die Abkürzung "ED".

Begonnen hat alles mit einem Unfall. Eigentlich sollte das Medikament bei Herzerkrankungen helfen. Doch den Testpersonen klopfte plötzlich aus ganz anderen Gründen das Herz. Der amerikanische Pharmakonzern testete den Wirkstoff daraufhin als Mittel gegen Potenzstörungen, und 1998 gaben die Zulassungsbehörden in den USA und Europa grünes Licht.

Allerdings hat die Pille für den Mann auch Nebenwirkungen und ist nicht billig. Zwischen 25 und 30 Euro pro Stück kostet der Spaß. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen. Allerdings sind seit einigen Jahren billigere Nachahmerprodukte auf dem Markt. Diese sind aber nicht zu verwechseln mit gepanschten Fälschungen, die es ebenfalls im Internet gibt.

Das Unternehmen eines Baden-Württembergers

Viagra hat den Pharmakonzern Pfizer jedenfalls weltberühmt gemacht. Das Unternehmen wurde im 19. Jahrhundert von Karl Pfizer aus Ludwigsburg gegründet.

Von Sabrina Fritz, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Heidi Keller