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SENDETERMIN Di, 24.7.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Marktcheck checkt IKEA Der schwedische Möbelgigant unter der Lupe

Topmarken im Südwesten

Ist der Möbelriese IKEA wirklich so günstig? Wie kommen die Preise zustande? Und wie hochwertig und nachhaltig sind die Produkte?

IKEA ist Deutschlands Möbelhändler Nummer eins. Der Jahresumsatz des Möbel-Giganten liegt bei fünf Milliarden Euro. Fast 100 Millionen Besuche allein von deutschen Kunden zählt das Unternehmen jedes Jahr. Das bedeutet, dass bei einer Bevölkerung von aktuell gut 82,5 Millionen Deutschen jeder - vom Baby bis zum Greis - 1,21 Mal im Jahr zu IKEA geht. In Deutschland gibt es mittlerweile 53 Filialen.

Wofür steht IKEA?

1943 gründet Ingvar Kamprad im Alter von 17 Jahren in Schweden die Firma IKEA. Der Firmenname ist eine Zusammensetzung seiner Initialen sowie des Hofs und des Dorfs, aus dem er stammt: Ingvar Kamprad aus Elmtaryd in Agunnaryd.

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Woher kommen die Namen der IKEA-Produkte?

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Von Anfang an hatten die Produkte, die es bei IKEA zu kaufen gab, Namen statt Artikelnummern. IKEA-Gründer Kamprad konnte sich nämlich Zahlen nicht so gut merken.

Von Anfang an hatten die Produkte, die es bei IKEA zu kaufen gab, Namen statt Artikelnummern. IKEA-Gründer Kamprad konnte sich nämlich Zahlen nicht so gut merken.

Polstermöbel, Couchtische und Türknöpfe beispielsweise tragen Schwedische Ortsnamen wie Karlstad oder Sandhem.

Norwegische Ortsnamen wie Hemnes oder Malm werden an Betten, Kleiderschränke und Kommoden vergeben.

Esstische heißen wie Finnische Orte.

Stühle bekommen männliche Vornamen, wie Herman, Ivar oder Gorm.

Gleiches gilt für Regalsysteme und Schreibtische. Berühmtes Beispiel: das Regal Billy.

Gardinen, Stoffe und Decken tragen weibliche Vornamen. Gardinenzubehör wird dagegen mit mathematischen Begriffen bezeichnet.

Badezimmer-Artikel heißen nach Skandinavischen Seen, Flüssen und Fjorden.

Küchen heißen bei IKEA nach grammatikalischen Begriffen, Beispiel: Faktum. Manchmal kommen hier aber auch andere Namen vor.

Bettwäsche, Decken und Kissen heißen bei IKEA wie Pflanzen oder Edelsteine. Beispiel: Bomull (Baumwolle) oder Mistel.

Kinderartikel sind nach Tieren oder Adjektiven benannt. Beispiel: Mammut, Kritter (Rind) oder Korall (Koralle).

1951 erscheint der erste IKEA Katalog. Da viele der Möbel beschädigt ankommen, werden sie in Einzelteile zerlegt und in flache Pakete verpackt. Mit dabei ist eine Aufbauanleitung, damit die Kunden ihre Möbel selbst montieren können. 

Erster IKEA-Markt 1958

1958 wird das erste IKEA Einrichtungshaus in Älmhult in Schweden eröffnet. 1974 folgt in der Nähe von München das erste in Deutschland. 1979 werden das legendäre Billy Regal und das Sofa Klippan eingeführt. In den 90ern expandiert IKEA in die ganze Welt. Heute kann man in über 40 Ländern IKEA-Möbel kaufen. Über 160.000 Menschen arbeiten für die Möbelhauskette. 

Das Lebenswerk von Ingvar Kamprat, der 2018 im Alter von 91 Jahren starb. 

Doch wie gut sind die Produkte und ist IKEA tatsächlich so günstig?


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Filmautor: Daniel Güldner | Online: Sola Hülsewig
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