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Hartgekochte Eier aufessen nach Ostern So viele Ostereier pro Tag sind gesund

Das Osternest quillt über - so viele bunte Eier vom Osterhasen. Fragt sich, wie viele hartgekochte Ostereier man täglich verputzen darf, ohne dass es der Gesundheit schadet.

Teilnehmer schlagen beim traditionellen Ostereiertütschen am Ostersonntag gekochte Eier aufeinander.

Das Problem des Überangebots an gekochten Eiern nach Ostern ist lösbar.

Frage an Elke Klingenschmitt, SWR Umwelt und Ernährung

Wie viele Eier sind gesund? Wenn man nach Ostern viele Eier übrig hat, wie viele davon darf man pro Tag essen?

Das ist eine gute Frage und die Antwort darauf ist nicht einfach. Allerdings gehen Ernährungswissenschaftler mittlerweile nicht mehr davon aus, dass ein hoher Eierverbrauch den Blutcholesterinspiegel hochtreibt. Das Risiko für einen Herzinfarkt und für Arteriosklerose hängt von anderen körpereigenen Mechanismen ab, und nicht davon, wie viel Cholesterin wir essen - das gilt als sicher. In Studien hatten auch Menschen, die täglich Eier essen, kein erhöhtes Risiko, deshalb krank zu werden.

Selbstgefärbte Ostereier liegen in einem Körbchen auf einer Wiese.

Hühnereier enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, allerdings auch Cholesterin.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht kein Problem darin, vier Eier pro Woche zu essen.

Für mich ist die Frage eher, ob wir die hartgekochten Ostereier von Ostern wirklich gerne essen. Da ist Kreativität gefragt - von Eiersalat bis zu gefüllten Eiern. Eine kurzfristige Überdosis an Eiern macht uns aber bestimmt keine gesundheitlichen Probleme, wenn wir die Eier mit Genuss essen.

Nährstoffbombe Ei

verschiedene Frühstückseier

Bei gesunden Menschen nimmt die körpereigene Cholesterin-Produktion ab, sobald es von außen zugeführt wird.

Ein durchschnittliches Hühnerei wiegt zwar nur 63 Gramm, doch darin stecken jede Menge wichtige Nährstoffe. Am wichtigsten ist das Eiweiß. Hühnereiweiß kann von unserem Körper zu hundert Prozent in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Das ist wiederum Grundlage für fast alle Funktionen in unserem Körper.

Im gelben Eidotter stecken beachtliche Mengen Vitamine und Mineralstoffe. Am wichtigsten sind Eisen und Zink. Bei den Vitaminen spielen die Folsäure und die Vitamine A, B2, E, und K die Hauptrolle. Sie sind gut für die Blutgerinnung, die allgemeine Zellentwicklung und den Fettstoffwechsel.

Sogar das Fett im Ei ist gut, weil es zu über 60 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren besteht. Die wirken sich positiv auf unsere Blutfettwerte aus. Alle diese gesunden Stoffe bleiben beim Garen des Eis weitgehend erhalten. Gesunde Menschen, die nicht mit ihrem Cholesterinspiegel kämpfen, dürfen sich ruhigen Gewissens fast täglich ein Ei gönnen. Sogar eine gelegentliche Überdosis, wie jetzt zu Ostern, ist nicht dramatisch.

Von Sabine Schütze, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Heidi Keller