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Gartengeräte mit künstlicher Intelligenz Wenn der Rasenmäher den Wetterbericht liest

Die Hersteller von Gartengeräten in Baden-Württemberg rüsten ihre Produkte technisch immer mehr auf. Manche setzen sogar maschinelles Lernen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ein.

Wachsende Umsätze bei Herstellern von Heimwerker- und Gartengeräten

Wachsende Umsätze bei Herstellern in Baden-Württemberg.

Vor allem junge Kunden achten beim Kauf von Gartengeräten auch auf technischen Komfort. Während der Branchenriese Bosch, mit Sitz in Leinfelden, eine breite Palette von Heimwerker- und Gartengeräten anbietet, hat sich die Konkurrenz spezialisiert auf Schlauchsysteme, Reinigungsgeräte oder Sägen. Dadurch macht man sich nicht zu viel Konkurrenz und alle profitieren von der hohen Nachfrage: 2017 mit Wachstumsraten zwischen 4 und 10 Prozent.

Bosch steht dabei mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro und 20.000 Beschäftigten an erster Stelle, gefolgt von Stihl in Waiblingen mit 3,8 Milliarden Euro Umsatz, Kärcher in Winnenden mit 2,5 Milliarden und Gardena in Ulm mit immerhin knapp 600 Millionen Euro Umsatz.

Künstliche Intelligenz lenkt Gartengeräte

Rasenmäher-KI-Bsoch

Ein Rasenmäher mit künstlicher Intelligenz

Im Mittelpunkt der aktuellen Bosch-Präsentation: Gartengeräte. Darunter ein Roboter-Mäher, der mit Künstlicher Intelligenz Hindernisse erkennen soll und per Sprachsteuerung bedient werden kann. Software-Updates können per WLAN erfolgen. Wenn der Wetterbericht Regen vorhersagt, ändert der Roboter seine Mäh-Pläne und bleibt in der Ladestation. Ein Trend bei allen Anbietern: Akku statt Kabel. Dabei können die Akkus eines Gerätes auch für viele andere Heimwerker- und Gartengeräte verwendet werden.

Gute Geschäfte im Heimwerker-Bereich

Alle Hersteller melden Wachstum, nur im Gartenbereich stockte es zuletzt. Dazu Henning von Boxberg, Geschäftsführer Bosch Power Tools: "Wir sind stark ins Jahr gestartet, aber die große Hitze hat uns zu schaffen gemacht." Garten- und Heimwerkergeräte zusammen betrachtet, rechnet Bosch aber mit weiter anhaltendem Wachstum.

Von Joachim Bech, SWR Aktuelle Wirtschaft