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SENDETERMIN Di, 17.7.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Fußgängerüberwege Unfall-Gefahr an Zebrastreifen

Zebrastreifen sind eigentlich dazu da, dass Fußgänger sicher über die Straße kommen. Gerade hier passieren aber viele Unfälle. 2017 wurden bundesweit 5.195 Menschen an Zebrastreifen verletzt, 19 davon tödlich. Was könnte für mehr Sicherheit sorgen?

Der Zebrastreifen heißt auf Amtsdeutsch Fußgängerüberweg. In Deutschland gibt es Zebrastreifen seit 1952 aber erst seit 1964 ist in Paragraf 26 der Straßenverkehrsordnung gesetzlich verankert, dass Fußgänger und Rollstuhlfahrer dort vor anderen Verkehrsteilnehmern Vorrang haben. Eine Ausnahme bilden hier Schienenfahrzeuge - sie haben immer Vorrang.

Junge überquert an der Hand eines Erwachsenen die Straße.

Autos müssen an Zebrastreifen langsam heranfahren.

An Zebrastreifen gilt für Auto-, Motorrad- und Radfahrer:

  • Nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren und, wenn nötig, warten.
  • Autofahrern droht ein Bußgeld von 80 Euro, wenn sie Fußgänger nicht den Zebrastreifen überqueren lassen.
  • Nicht überholen. Wenn beim Überholen Fußgänger gefährdet werden, sind 100 Euro fällig. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg.
  • Bei stockendem Verkehr müssen Fahrzeuge den Zebrastreifen frei halten. Sie dürfen nicht auf ihm warten.
  • Es ist verboten, auf und bis zu fünf Meter vor dem Zebrastreifen zu halten oder zu parken.

Fahrradfahrer

  • Fahrradfahrer, die auf dem Fahrrad sitzen, dürfen Zebrastreifen als Überwege nutzen, haben dann aber keinen Vorrang. Sie gelten erst als Fußgänger, wenn sie absteigen und schieben - oder ihr Fahrrad wie einen Tretroller benutzen. Erst dann müssen die Autos anhalten.

Filmautorin: Barbara Hirl | Online: Sola Hülsewig
© SWR Marktcheck

aus der Sendung vom

Di, 17.7.2018 | 20:15 Uhr

SWR Fernsehen

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