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SENDETERMIN Di, 12.3.2019 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Elektrische Zahnbürsten im Test Schallzahnbürste oder Rotationskopf?

Marktcheck macht den Test

Wie gut können die Eigenmarken von dm und Rossmann mit Markenzahnbürsten mithalten? Marktcheck testet fünf elektrische Zahnbürsten im Labor. Die Ergebnisse überraschen.

Die Auswahl an elektrischen Zahnbürsten ist riesig. Es gibt sie mit rotierendem Bürstenkopf oder als Schallzahnbürste. Einfache Modelle sind schon für unter 20 Euro erhältlich, High Tech Bürsten können sogar über 100 Euro kosten. Wir checken fünf Zahnbürsten: Die Oral B Pro 600 mit rotierendem Bürstenkopf für rund 25 Euro. Deutlich günstiger sind die rotierenden Modelle der Eigenmarken von Rossmann und dm, sie kosten 18 bzw. 16 Euro. Außerdem testen wir noch zwei Schallzahnbürsten: die Philips Sonicare EasyClean für rund 47 Euro und die Oral B Pulsonic Slim 1000 für 39 Euro.

Unterschied Schallzahnbürste zu Rotationskopf

Die Schallzahnbürsten haben längliche Bürstenköpfe, die bis zu 40.000 mal pro Minute vibrieren. Die Vibrationen sollen den Plaque entfernen. Bei den rotierenden Zahnbürsten drehen sich die runden Bürstenköpfe - rund 9.000 mal pro Minute.

Schallzahnbürsten haben Probleme in Zahnzwischenräumen

Fünf Packungen von elektrischen Zahnbürsten stehen nebeneinander. Von links nach rechts: Philips sonicare, Oral B PULSONIC, Rossmann prokudent, dm Dontodent, Oral B PRO 600.

Die fünf getesteten Produkte

Alle fünf Zahnbürsten lassen wir im Labor und in der Praxis testen. Während die Zahnbürsten im Labor genau unter die Lupe genommen werden, testet eine Familie die Bürsten im Praxistest. Besonders gut schneiden hierbei beide Zahnbürsten von Oral B ab. Die Rotationskopfbürste von Rossmann konnte die Familie nicht überzeugen. Der Bürstenkopf war ihnen zu groß, wodurch sie Probleme hatten, die Seiten der hintersten Zähne zu erreichen.

Das Labor testet die elektrischen Zahnbürsten sowohl auf die Putzleistung auf den glatten Zahnflächen als auch in den Zwischenräumen. Durch das Putzen wurden die Testzähne mit den beiden rotierenden Bürsten von Oral B und Rossmann am saubersten. Etwas schlechter schnitten die Schallzahnbürsten von Oral B und Philips ab. Bei ihnen blieb zu viel Plaque in den Zahnzwischenräumen zurück. Dabei wirbt Philips mit der gründlichen Reinigung der Zwischenräume. Auch die rotierende Bürste von dm hat Defizite bei der Reinigung der Zahnzwischenräume.

Zahnbürsten sollten den gesamten Zahnraum reinigen

In einem Kreis stehen fünf elektrische Zahnbürsten. Zwei von ihnen sind Schallzahnbürsten, drei sind mit Rotationskopf. Die Marken Philips, Oral B, dm und Rossmann sind vertreten.

Die Schallzahnbürsten haben vor allem Probleme mit den Zahnzwischenräumen.

Wir fragen bei den Herstellern nach. Oral B empfiehlt für eine bessere Reinigung der Zwischenräume ein rotierendes Modell anstelle der Schallbürste. Philips und dm empfehlen ebenfalls zusätzliche Geräte oder die Verwendung von Zahnseide.

Doch eine gute Zahnbürste müsse den gesamten Zahnraum reinigen sagt Andrea Biehler vom TÜV Süd, "weil man Zahnzwischenräume immer putzen muss. Zudem wird Zahnseide nicht bei jedem Zähneputzen vom Verbraucher verwendet. Von daher ist es schon wichtig, dass die Zahnbürste auch die Zahnzwischenräume reinigt."

Fazit

Auf einer Tabelle sind unter fünf Zahnbürsten jeweils verschiedenfarbige Smilies zu den Kategorien Labor und Handling zu sehen.

Die Orabl B pro 600 und die Rossmann prokudent konnten im Labor überzeugen.

Insgesamt schneidet die rotierende Bürste von Oral B am besten ab. Sie überzeugt sowohl im Labor als auch in unserem Praxischeck. Die Schallzahnbürste von Oral B schwächelt bei den Zahnzwischenräumen, ebenso wie ihr Pendant von Philips. Diese vibrierte unseren Testern außerdem zu stark in der Hand. Auch die dm-Bürste überzeugt weder im Labor noch im Praxistest. Die Rotationsbürste von Rossmann zeigt im Labor eine gute Reinigungsleistung, war in unserem Praxistest aber zu laut und zu unhandlich.

Folgekosten

Experten empfehlen die Bürstenköpfe etwa alle drei Monate zu wechseln. Das kann allerdings bis zu sechs Euro pro Bürste kosten. Beim Kauf der elektrischen Zahnbürste sollten Verbraucher also auch diese Folgekosten berücksichtigen. Dabei sind Markenbürsten deutlich teurer als Universalbürsten aus dem Drogeriemarkt.

Person putzt sich mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne

Zahnärzte empfehlen, die Zähne nach dem KAI-Prinzip zu putzen.

Tipps zum richtigen Putzen

Beim Putzen ist es wichtig, nicht zu fest zu drücken, da ansonsten das Zahnfleisch beschädigt werden kann. In unserem Test hatten die Oral B und die Bürste von dm eine Anpressdruckkontrolle, die mit einem Blinklicht bei zu festem Druck warnt. Doch das funktionierte bei der dm-Bürste nicht immer.

Wer mit einer Handzahnbürste putzt, sollte nach dem KAI-Prinzip vorgehen. Zunächst werden die Kauflächen gebürstet, dann die Seiten gekreist und zum Schluss werden die Innenseiten gereinigt.


Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder.


Filmautor: Patrick Jauß | Online: Thomas Oberfranz
© SWR Marktcheck